Kleiderordnung

Jogginghosen verboten: Schule setzt neue Kleiderordnung auf

Stilfrage: Eine Schule in Rottenburg verbietet Jogginghosen. (Symbolbild)

Stilfrage: Eine Schule in Rottenburg verbietet Jogginghosen. (Symbolbild)

Foto: Jan-Philipp Strobel / dpa

Jogginghosen in der Schule? Sind nicht angemessen, finden Lehrer in Baden-Württemberg.

Berlin/Rottenburg.  Karl Lagerfeld hat sie zeitlebens verachtet, bei manchen Jugendlichen sind sie quasi zur Uniform geworden: Die Jogginghose gehört – außerhalb der Sportwelt und fernab des heimischen Sofas – zu den eher umstrittenen Kleidungsstücken.

Eine Realschule in Baden-Württemberg hat ihren Schülern nun verboten , im Unterricht Jogginghosen zu tragen. Das berichtet das „Schwäbische Tagblatt“. Die Schule in Rottenburg bei Tübingen hat demnach in ihrer Schulordnung festgeschrieben, dass sich alle „der Schule angemessen“ zu kleiden haben.

„Wir kleiden uns in der Schule angemessen. Unsere schulische Kleidung unterscheidet sich von unserer Freizeitkleidung“, lautet der Passus in der neuen Schulordnung dem Bericht zufolge. Elternvertreter hätten an der Formulierung mitgearbeitet, heißt es, die Lehrerkonferenz habe dann darüber abgestimmt.

Jogginghosen-Verbot: Welche Kleidung ist angemessen für den Unterricht?

Was angemessen ist, sei „auslegungsbedürftig“, zitiert das Blatt den Rektor der Schule, Hartmut Schänzlin; die Diskussion darüber sei gewünscht. Für Schänzlin sei allerdings klar, dass Jogginghosen nicht angemessen, sondern Freizeitkleidung seien.

Das Jogginghosen-Verbot sei nach Einführung der neuen Regel ein großes Thema gewesen, berichtet der Pädagoge dem Blatt: Manche Schüler hätten ihm erklärt, sie besäßen gar keine anderen Hosen.

Hintergrund: Hamburger Schule verbietet kurze Röcke und bauchfreie Shirts

Wenn ein Schüler oder eine Schülerin trotz Verbots in Jogginghosen zur Schule kommt, würden Lehrerinnen und Lehrer zunächst versuchen, an deren Einsicht zu appellieren – das sei meistens erfolgreich. Wenn nicht, würden die Eltern zum Gespräch gebeten. (moi)

Quelle: „Schwäbisches Tagblatt“