Finderlohn-Trick

Kind tauscht Ersparnisse der Eltern gegen einen Finderlohn

Ein Neunjähriger hat in Hessen versucht, mit einem Trick Finderlohn zu erschleichen.

Ein Neunjähriger hat in Hessen versucht, mit einem Trick Finderlohn zu erschleichen.

Foto: Rene Ruprecht / dpa

Ein Neunjähriger hat in Hessen versucht, mit den Ersparnissen der Eltern sein eigenes Taschengeld aufzubessern. Das hat nicht geklappt.

Bad Vilbel.  Ein Neunjähriger aus Massenheim bei Frankfurt hat am Wochenende versucht, sein Taschengeld aufzubessern – auf Kosten der eigenen Eltern. Mit einem Trick wollte er sich bei Nachbarn Finderlohn erschleichen. Doch als Lockmittel setzte er die Ersparnisse der Eltern ein. Die Polizei bittet jetzt die Nachbarn um die Rückgabe des Geldes.

Wie die Polizei Bad Vilbel mitteilte, haben Beamten den Jungen während der Aktion mit über 2700 Euro in einer Tüte gestoppt. Der Junge hatte zuvor bei Nachbarn geklingelt und ihnen jeweils einen 50-Euro-Schein gezeigt und behauptet, diesen vor der Tür gefunden zu haben. Er verlangte für den Fund dann Finderlohn. Einige Nachbarn gingen auf den Hinweis ein und nahmen im Gegenzug für Finderlohn die Scheine an sich.

Ein Nachbar wurde skeptisch und rief die Polizei. Bei dieser Aktion gingen insgesamt 261 Euro des elterlichen Geldes verloren. Die Polizei ruft nun Nachbarn auf, das verlorene Geld zurückzugeben.

Wollte der Neunjährige Geldwäsche betreiben?

Wie genau der Junge auf die Masche kam, ist unklar. „Hätte das ein Erwachsener gemacht, könnte man von Geldwäsche sprechen“, sagte ein Beamter der zuständigen Polizei Bad Vilbel unserer Redaktion. Und tatsächlich: Der Junge hätte darauf hoffen können, dass die Nachbarn behaupten würden, das Geld wirklich verloren zu haben. Die Eltern hätten also schwer nachweisen können, dass das Geld eigentlich von ihnen stammt.

Die Beweggründe des Jungen ließen sich jedoch nicht genau zurückverfolgen, hieß es seitens der Polizei. Wahrscheinlicher ist wohl eher, dass der Trick nicht ganz so gut durchdacht war. (ac)