ARD-Krimi

Darum zeigt die ARD heute Abend eine „Tatort“-Wiederholung

Am 24. März wird es keinen neuen „Tatort“ geben. Stattdessen wird eine Wiederholung gezeigt. Schuld ist: die Fußball-Nationalelf.

Berlin.  Am Sonntag, 24. März, werden „Tatort“-Fans, die auf eine Folge der ARD-Krimireihe hoffen, in die Röhre gucken. Stattdessen zeigt die ARD eine Wiederholung von „Der Tod ist unser ganzes Leben“, dem 75. Fall der Münchener Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr. Keine Frage, der „Tatort“ vom April 2017 war stark. Aber muss man ihn deshalb gleich nochmal an einem Sonntag zur Primetime zeigen?

Der Grund für die Wiederholung liegt nicht etwa daran, dass die ARD nicht genug neue „Tatorte“ in der Schublade hat. Stattdessen trifft die Schuld – die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Die DFB-Elf tritt nämlich um 20.45 Uhr in der EM-Qualifikation an und trifft dabei auf die Niederlande.

Niederlande gegen Deutschland, ein Nachbarschaftsduell, ein Klassiker und ein emotionales Duell nach Joachim Löws Kaderumbau und der jüngsten 0:3-Niederlage in Amsterdam im Herbst. Das könnte und dürfte die Zuschauer vor die Fernsehbildschirme ziehen, allerdings dann zu RTL, wo die Spiele der Nationalelf laufen. Dem direkten Quotenduell möchte sich die ARD da anscheinend nicht stellen.

„Tatort“-Doppel am Wochenende

Der Bayerische Rundfunk, der „Der Tod ist unser ganzes Leben“ produziert hat, bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass der Grund für die Wiederholung in dem Länderspiel liege. Dafür würden „Tatort“-Fans mit einem „Paket“ entschädigt.

Denn am Freitag, 22. März, läuft um 22 Uhr der „Tatort“-Krimi „Die Wahrheit“. Der Sonntags-„Tatort“ „Der Tod ist unser ganzes Leben“ bezieht sich direkt auf die Handlung von „Die Wahrheit“, in dem kein Mörder gefasst werden konnte. Die beiden Krimis gehören also zusammen. Ausgestrahlt wurden die „Tatorte“ ursprünglich aber mit einem halben Jahr Pause zwischen den beiden Krimis.

Außerdem könnte mit der Wiederholung die Quote aufgebessert werden. Denn der Münchener „Tatort“ war zwar überaus sehenswert, bescherte aber schon im April 2017 der ARD nicht die gewünschte Quote.

(tki)