Sturm

Unwetter auf Kreta: Schäfer stirbt durch Sturm auf Insel

Auf Kreta kommt es immer wieder zu Stürmen (Archivfoto).

Auf Kreta kommt es immer wieder zu Stürmen (Archivfoto).

Foto: photographius / imago/Panthermedia

Kreta kämpft mit den Folgen von Sturm nach dem Tief Oceanis. Durch das Unwetter ist ein Mensch gestorben. Straßen bleiben gesperrt.

Athen.  Auf Kreta hat das Tief Oceanis zu schweren Sturm, Regenfällen, Hagel und Schnee geführt. Außerdem richtete das Unwetter starke Schäden an. In der am schlimmsten betroffenen Region Chania wurde sogar der Notstand ausgerufen. Das berichtet das Staatsradio am Dienstag. Die Insel ist auch bei deutschen Urlaubern beliebt.

Ein Mann ist durch das Unwetter gestorben. Bei dem Toten handelt es sich um einen 61-jährigen Hirten, der seit Montag vermisst wurde. Die Feuerwehr entdeckte seine Leiche am Dienstag. Er sei von einem Hochwasser führenden Bach erfasst worden, berichtete das Staatsradio.

Die Wassermassen zerstörten vier wichtige Brücken und beschädigten mehrere andere. Vielerorts gab es Erdrutsche. „Es sieht hier so aus, als wären wir bombardiert worden“ sagte der Bürgermeister der unter Touristen beliebten Küste von Platanias, Ioannis Malandrakis, im griechischen Fernsehen.

Wie das private deutschsprachige Radio Kreta berichtet, dürften wichtige Verkehrsrouten wohl noch für Monate gesperrt bleiben. Namentlich nannte das Radio auf Facebook die Straße durch die Kourtaliotiko-Schlucht. Die Straße ist eine der direkten Verbindungen zwischen dem Süden und Norden im mittleren Teil der Insel.


Vier Tote auf Kreta bei vergangenem Sturm

Es ist der zweite Sturm innerhalb weniger Tage, der die griechische Insel heimgesucht hat. Vergangene Woche waren bei einem ähnlichen Sturm vier Menschen auf Kreta ums Leben gekommen. Das Militär solle nun provisorische Brücken bauen, damit der Verkehr notdürftig wiederhergestellt werden kann, teilte der Zivilschutz mit.

Rund ums Mittelmeer und auch in Griechenland kommt es in diesem Winter immer wieder zu Stürmen mit Hagel, starken Winden und heftigen Regenschauern. Meteorologen führen das Phänomen auf ein Hoch zurück, das sich zurzeit über Mitteleuropa befindet. Stürme würden davon nach Südeuropa abgedrängt. (dpa/ac)