Castingshow

Die Kühe waren diesmal die eigentlichen Stars bei „GNTM“

Die Fotografin Ellen von Unwerth, Model Jordan Barrett und Heidi Klum tummeln sich im Heu.

Die Fotografin Ellen von Unwerth, Model Jordan Barrett und Heidi Klum tummeln sich im Heu.

Foto: ProSieben/Richard Hübner

Heidi Klum lud die Kandidatinnen in Folge drei zur „Sexy Edition“ auf die Alm. Die Super-Zicke der Staffel steht jetzt schon fest.

Berlin.  „„Sexy“ sollte diese dritte Folge von „Germany’s Next Topmodel“ werden und „heiß – trotz eisiger Temperaturen“. Mit diesen Worten präsentierte Heidi Klum ihre Sendung auf einer österreichischen Alm.

Für das nötige Star-Niveau holte sich Heidi Klum wie schon in den ersten beiden Folgen wieder Verstärkung von einem anderen Experten aus der Modebranche dazu: Ellen von Unwerth war als Gastjurorin in die Sendung dabei. Für gewöhnlich hat die Fotografin Models wie Kate Moss oder Claudia Schiffer vor der Linse, diesmal darf sie die „GNTM“-Kandidatinnen in knappen Dessous im Dirndl-Style ablichten.

„GNTM“-Folge mit Würstchen als Requisite

Außerdem war Jordan Barrett auf dem Berg zu Gast. Der Shooting-Star der Modelwelt stand den Kandidatinnen neben Requisiten wie Kartoffeln, Würstchen und Kühen als Male-Model zur Seite und brachte die Teilnehmerinnen mit Freund wie gewohnt an ihre Grenzen der Freizügigkeit.

Die Kühe entpuppten sich in dieser dritten Folge der 14. Staffel als eigentliche Stars. Sie zeigten Heidi Klum, was sie von ihrer Inszenierung hielten.

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Kandidatin nennt Outfits „nuttig“

„Ihr werdet heute Bäuerinnen sein“, kündigte Heidi Klum gleich am Anfang an und präsentiert den Kandidatinnen die Outfits für das Shooting. „Was man eben so trägt als Bäuerin“, erklärte sie. Kandidatin Luna hielt nicht viel von den knappen Dessous, die viele echte Bäuerinnen sicher auch etwas unpassend gefunden hätten für ihre Arbeit auf der Alm, und nannte diese „nuttig“.

„Ich finds halt gar nicht traditionell“, sagte die Kandidatin, und wehrte sich, mit ihrem Zweiteiler aus Leo-Corsage und Slip mit Trachten-Stickereien vor die Kamera zu treten. Am Ende schaffte sie es wie alle anderen Kandidatinnen doch noch vor die Linse und schmiss sich gemeinsam mit Male-Model Jordan, oberkörperfrei und in Lederhosen, und mit einer Kuh in Pose.

Heidi Klum: „Ihr habt doch keinen Sex“

Auch andere Kandidatinnen hatten Probleme mit der Aufgabe. Wie in jeder vorangegangenen Staffel auch waren viele im Kopf bei ihrem Partner und sorgten sich, ob derart freizügige Fotoaufnahmen mit einem anderen Mann nicht zu weit gehen würden.

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Heidi Klum hatte kein Verständnis für ihre Zweifel und machte den Teilnehmerinnen kurzerhand klar, wo ihre persönlichen Grenzen der Freizügigkeit liegen: „Ihr habt doch keinen Sex mit dem, ihr macht doch nur ein Foto“, sagte sie. Auch Sayana hatte Sorgen, sich lasziv vor der Kamera zu bewegen, überwand sich schließlich aber doch.

Nach dem Shooting gab sie zu: „Ich bin ehrlich gesagt über meine Grenzen gegangen“ – und machte damit wieder einmal deutlich: Viel Selbstbestimmung gibt es nicht in Heidi Klums Modelwelt. So konnte auch die Kuh sich nicht wehren, als das 45-jährige Model die Lust überkam sie kurzerhand am Set zu melken.

Kuh kann sich Kommentar nicht verkneifen

Wundern musste man sich auch über die Kritik, die Heidi Klum an manche Kandidatinnen abgab. Obwohl Kandidatin Jasmin im Gegensatz zu ihren Mitstreiterinnen lange brauchte, um Fotografin Ellen von Unwerth eine gute Pose zu schenken und sie sich wiederholt unaufmerksam und trotzig zeigte, erklärte die Model-Mama sie zum „Rohdiamanten“.

Bei den anderen Kandidatinnen sorgte Jasmin dagegen eher für Zündstoff. Die Bombe platzte jedoch erst bei der Entscheidung.

Zuvor erklärte Heidi Klum: „Ich persönlich hatte gestern so viel Spaß mit der Kuh“ und verfrachtete ihre „Meeedchen“ zum Laufsteg-Training in den Kuhstall.

Die Kühe schauten sich die einzelnen Walks der Kandidatinnen zunächst beruhigt an. Als die Model-Mama ihre Schäfchen, die sie in der zweiten Folge „GNTM“ in das „Team Luxus-Hotel“ und das „Team Hütte“ eingeteilt hatte, mit einem „sexy Walk“ gegeneinander antreten ließ, konnte sich eine Kuh offenbar nicht verkneifen, was sie von dem Spektakel hielt: Sie furzte lautstark.

„GNTM“: Brotzeit mit Heidi Klum

Als Heidi das „Team Hütte“ als die Gewinnerinnen dieser Challenge kürte und verkündete: „Der Preis ist, heute Abend auf einer Hütte Zeit mit mir zu verbringen“, konnten auch die anderen Kühe nicht mehr an sich halten und schnitten der 45-Jährigen kurzerhand mit ihrem Geschrei das Wort ab, als wollten sie dem Gerede nun endgültig ein Ende setzen.

Die Kandidatinnen freuten sich dennoch über die privaten Stunden mit Heidi Klum. Bei einer Brotzeit auf einer Berghütte durften die „GNTM“-Kandidatinnen der Jury-Chefin Fragen stellen.

Doch von intimen Geständnissen und einfühlsamen Worten waren Heidi Klums Antworten allerdings auch in dieser kleinen Runde weit entfernt.

Heidi Klum und ihr Binsenweisheiten

Als die Sorgen über das Shooting noch einmal zur Sprache kamen, hatte sie nur eine weitere Binsenweisheit für die jungen Frauen parat: Augen zu und durch. „Wenn du’s nicht machst, dann macht’s eine andere“, erklärte die 45-Jährige.

Beim Entscheidungs-Walk mussten alle Kandidatinnen sich noch einmal mit einem Sexy-Walk als große glitzernde Schneeflocken beweisen, indem sie mit Moon-Boots und einem silbernen sternenförmigen Outfit, über Kunstschnee liefen. Schnell flogen die ersten Kandidatinnen raus.

Maria, Naomi, Carolin und Loreane dürfen den Kunstschnee nicht gegen Sandstrand tauschen, für sie geht es nicht wie angekündigt in die nächste Runde und nach Los Angeles.

Kandidatin Jasmin: „Werdet erwachsen“

Kandidatin Jasmin konnte die Tränen der anderen Teilnehmerinnen über den Rauswurf der vier Mädchen nicht verstehen. „Das ist doch nicht mein Problem“, rief sie ihren Mitstreiterinnen entgegen. Mit Kommentaren wie „Werdet erwachsen!“ katapultierte sie sich endgültig ins Aus – zumindest bei den Teilnehmerinnen.

Trotz schwacher Leistung bei Shooting und Walk schenkte Heidi Klum Jasmin ein Flugticket nach Los Angeles. Weder als Zuschauer noch als Mitstreiterin konnte man diese Entscheidung fassen. Auch Theresia ist in der nächsten Runde und darf mit in den Flieger nach L.A. steigen.

Star-Fotografin und Gastjurorin Ellen von Unwerth machte ihre Entscheidung für Theresia offenbar nicht nur von einem guten Foto abhängig: „Die Kuh hat dich auch gerne gemocht. Die hat dich auch immer angeguckt“, sagte sie und macht Theresia damit das größte Kompliment überhaupt.

Denn die Kühe haben in nicht nur am meisten Haltung bewiesen, sie haben sich damit auch als die eigentlichen Stars dieser dritten Folge von „Germany’s Next Topmodel“ qualifiziert.