Prozessauftakt

Gerichtsprozess: Mann soll Nachbarn zerstückelt haben

Vor dem Landgericht Göttingen muss sich ein 28-Jähriger verantworten. Er soll einen 37-Jährigen niedergeschlagen, erwürgt und zerstückelt haben.

Vor dem Landgericht Göttingen muss sich ein 28-Jähriger verantworten. Er soll einen 37-Jährigen niedergeschlagen, erwürgt und zerstückelt haben.

Foto: imago/wolterfoto

Vor dem Landgericht Göttingen muss sich ein 28-Jähriger verantworten. Ihm wird vorgeworfen, einen 37-Jährigen zerstückelt zu haben.

Göttingen/Berlin.  Vor dem Landgericht Göttingen muss sich ab Mittwoch ein 28-Jähriger verantworten: Ihm wird vorgeworfenen, seinen ehemaligen Wohnungsnachbarn nach einem gemeinsamen Trinkgelage niedergeschlagen und anschließend aus Mordlust mit einer Schnur erwürgt zu haben.

Nach dem gewaltsamen Tod des 37-jährigen Nachbarn soll der 28-Jährige laut Anklage dessen Leiche zerstückelt, die einzelnen Körperteile in Tüten verpackt und auf einem entlegenen Acker vergraben haben. Der Mord soll sich in der 7000 Einwohner-Gemeinde Katlenburg-Lindau nahe Northeim ereignet haben.

Mutmaßlicher Täter unternahm Suizidversuch

Wie das Göttinger Tageblatt berichtet, soll der 28-Jährige von Beruf Monteur sein. Nach dem mutmaßlichen Mord sei er nach Bayern umgezogen. Andreas Buick von der Staatsanwaltschaft Göttingen sagte dem NDR: „Er gab gegenüber der bayerischen Polizei an, dass es ihn sehr belaste, dass er einen 37-jährigen Mann aus Katlenburg-Lindau getötet habe. Daraufhin wurden die Ermittlungen aufgenommen und es wurde festgestellt, dass diese Person schon seit einiger Zeit vermisst wurde.“

Bevor sich der 28-Jährige gegenüber der Polizei offenbarte, soll er einen Suizidversuch unternommen haben. Als er daraufhin in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde, gestand er die Tat und führte die Ermittler zu dem Feld, in dem die Leichenteile vergraben gewesen seien.

Ein Spürhund habe schließlich die Leiche ausfindig gemacht. Zu diesem Zeitpunkt sei die Tat schon rund ein Jahr her gewesen.

Motiv: Er habe Menschen sterben sehen wollen

Der 28-Jährige soll sich laut dem Bericht des Göttinger Tageblatts vor seiner Tat mit Okkultismus beschäftigt haben. Den Entschluss, seinen Trinkkumpanen zu töten, habe er demnach gefasst, nachdem er dem 37-Jährigen zuvor aufs Auge geschlagen hatte.

Der 37-Jährige habe daraufhin angefangen zu schreien. Während dieser Schreie habe sich der 28-Jährige entschieden, seinen Nachbarn zu erdrosseln. Er habe einen Menschen sterben sehen wollen, begründete der 28-Jährige laut Anklage seine Tat. Anschließend soll er sein Opfer mit mindestens einem Küchen- oder Fleischermesser zerteilt haben.

Neben der Anklage wegen Mordes muss sich der 28-Jährige auch wegen Körperverletzung und Störung der Totenruhe vor Gericht verantworten.

(dpa/tki)