"Harmony of the Seas"

Musical-Sänger offenbar auf Kreuzfahrt von Bord gegangen

Die „Harmony of the Seas“: Auf dem Kreuzfahrtschiff der Reederei Royal Caribbean hat es offenbar einen tragischen Zwischenfall gegeben.

Die „Harmony of the Seas“: Auf dem Kreuzfahrtschiff der Reederei Royal Caribbean hat es offenbar einen tragischen Zwischenfall gegeben.

Foto: Andrew Matthews / dpa

Er sollte auf der „Harmony of the Seas“ singen, tauchte aber nicht auf. Nun brach die US-Küstenwache die Suche nach Arron Hough ab.

Washington/London.  Nachdem er mutmaßlich über Bord der „Harmony of the Seas“ gegangen war, haben die Retter die Suche nach dem Briten Arron Hough am Donnerstagabend nach mehr als 80 Stunden abgebrochen.

Die US-Küstenwache hatte bis dahin nach eigenen Angaben 3700 Quadratkilometer abgesucht – ohne Erfolg. „Eine Suche abzubrechen ist eine der schwierigsten Entscheidungen, die wir treffen müssen, und sie fällt uns nie leicht“, sagte ein Sprecher.

Der Vermisste Mann, ein 20-jähriger Brite, soll am Dienstag im Atlantik, etwa 430 Kilometer vor Puerto Rico, über Bord der „Harmony of the Seas“ gegangen sein. Das Schiff war zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg vom Heimathafen Fort Lauderdale in Florida zur Insel St. Maarten in der Karibik – dem ersten Stopp auf einer siebentägigen Karibik-Kreuzfahrt.

Küstenwache suchte mit Kutter und Flugzeugen

Eine Sprecherin der Kreuzfahrtgesellschaft Royal Caribbean Cruise bestätigte der „Bild“, dass Arron Hough an Heiligabend um 4 Uhr Morgens auf dem Deck 5 gesehen wurde. Seitdem fehlt von ihm jeden Spur.

„Die lokalen Behörden wurden informiert und eine schiffsweite Suche nach dem Besatzungsmitglied durchgeführt“, sagte Sprecherin Marta Moya Abad-Torres. Die Küstenwache setzte für die Suche nach eigenen Angaben einen Kutter und mehrere Flugzeuge ein.

Fall erinnert an Daniel Küblböck

Der Brite war Musiker und offenbar als Sänger auf dem Schiff engagiert. Laut seines Twitter-Accounts trat er im Musical „Grease“ auf der „Harmony of the Seas“ auf. Am Dienstag war er nach Angaben der Kreuzfahrtgesellschaft nicht zur Arbeit erschienen. Daraufhin hatte die Besatzung nach ihm gesucht.

Der Fall erinnert an den von Daniel Küblböck. Der Sänger und frühere Teilnehmer von „Deutschland sucht den Superstar“ war nach derzeitigem Stand am 9. September diesen Jahres von der „Aida Luna“ in den Atlantik gesprungen. Küblböck litt offenbar unter starken Panikattacken. (sdo)

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