Unfall

Artistin stürzt während Zirkusvorstellung in die Tiefe

Nach ihrem Sturz liegt eine Zirkusartistin in Remscheid auf der Intensivstation.

Nach ihrem Sturz liegt eine Zirkusartistin in Remscheid auf der Intensivstation.

Foto: Ralph Peters / imago/Ralph Peters

Am Sonntag hat es während einer Zirkusvorstellung einen schweren Unfall gegeben: Eine Artistin stürzte acht Meter in die Tiefe.

Remscheid.  Vor den Augen der Zuschauer ist eine Zirkus-Artistin während einer Vorstellung acht Meter in die Tiefe gestürzt und hat sich dabei schwer verletzt. Die Veranstaltung wurde nach dem Unglück abgebrochen. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Wie es am Sonntag zu dem Unfall kam, ist noch völlig unklar, wie ein Polizeisprecher in Nordrhein-Westfalen sagte. Die Beamten waren gegen 18.30 Uhr alarmiert worden.

Remscheider Weihnachtszirkus

Wie „RP-Online“ berichtet, handelt es sich bei der Verletzten um die 32-jährige Partnerin des Direktors des Zirkus. Sie liegt auf der Intensivstation. „Die genauen Umstände dieses Unfalls sind Gegenstand weiterer polizeilicher Ermittlungen“, teilte die Polizei mit.

Die Seilartistin war bei ihrem Sturz auf eine Holzbühne gefallen. In ihrer Nummer schwingt sie sich an Seidentüchern hängend vom Boden in die Höhe. Ein Netz oder eine andere Sicherung gab es nach Veranstalterangaben nicht.

Die Frau, die auch Lebenspartnerin des Zirkusdirektors ist, habe eine schwere Gehirnerschütterung und mehrere Rippenbrüche erlitten, sagte der Veranstalter des Zirkus am Montag. „Sie wird wieder ganz genesen.“

Zirkus-Vorführungen gehen weiter

Die Feuerwehr kam zu dem Einsatz im Zirkuszelt mit drei Feuerwehrleuten und einem Notarzt. Nach Angaben des „Remscheider General-Anzeigers“ war ein Feuerwehrmann unter den Zuschauern und leistete Hilfe.

Der Veranstalter erklärte, die Unfallursache stehe noch nicht fest. „Wir wissen nicht, ob es am Tuchseil lag.“ Die Vorstellungen des Zirkus gehen nach dem Unfall weiter.

Der Remscheider Weihnachtszirkus fand dieses Jahr bereits zum zweiten Mal statt. Dieses Jahr sollten 32 Veranstaltungen stattfinden. Artisten aus Russland, der Ukraine, Norwegen, der Schweiz, Schweden und Deutschland treten auf. (dpa/les/bekö)