Meteorschauer

Geminiden-Strom: So sehen Sie viele Sternschnuppen

Der Geminiden-Meteoritenstrom sorgt am Wochenende für viele Sternschnuppen.

Der Geminiden-Meteoritenstrom sorgt am Wochenende für viele Sternschnuppen.

Foto: Matthias Balk / dpa

Für das Wochenende werden besonders viele Sternschnuppen erwartet. Allerdings könnte das Wetter die Suche danach sehr erschweren.

Berlin.  Am kommenden Wochenende lohnt sich der Blick in den Himmel ganz besonders. Grund dafür ist der Meteoritenstrom der Geminiden. In der Nacht von Freitag zu Samstag sind besonders viele Spuren des Stroms zu sehen – einfach ausgedrückt: Es gibt richtig viele Sternschnuppen am Himmel.

„Sie sind nicht so auffällig wie die Perseiden (im August), aber ein bisschen heller“, sagt Astronomin Carolin Liefke von der Vereinigung der Sternfreunde.

Geminiden-Sternschnuppen nicht überall zu sehen

Wobei das große Sternschnuppenstaunen nicht überall garantiert ist. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert das ein oder andere Wolkenfeld. Dazu wird es frostig – wer lange draußen in den Himmel starrt, sollte sich warm anziehen. Stellenweise sind bis minus acht Grad möglich.

In der Nacht zum Donnerstag und Freitag seien die Wetterbedingungen weder optimal noch ganz schlecht, sagt DWD-Meteorologe Florian Bilgeri in Offenbach.

Was sind Sternschnuppen und wie entstehen sie?

Der Ursprung des Meteorschauers ist nach Darstellung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) nicht zweifelsfrei geklärt. Ein Modell erkläre sie jedoch als kosmische Spur des Asteroiden „Phaeton“.

Sternschnuppen entstehen dadurch, dass die Erde die Staubspur kreuzt, die ein Asteroid auf seiner Bahn hinterlässt. Die findet sich am Donnerstag auch als „Doodle“ auf der Startseite von Google.

Geminiden – wann ist die Sternschnuppennacht?

Insgesamt macht sich der Sternschnuppenstrom der Geminiden vom 6. bis 16. Dezember bemerkbar – vor allem zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr. Sternschnuppen haben unterschiedliche Bedeutungen: Das ist Sternschnuppen-Wissen zum Angeben.

Ein Komet kommt auch noch – am dritten Advent

Ob am Ende die Geminiden der Höhepunkt am vorweihnachtlichen Nachthimmel bleiben, ist sowieso dahingestellt. Experten erwarten noch den Kometen „Wirtanen“, der mit bloßem Auge zu sehen sein soll – am dritten Advent.

Jedes Jahr sorgen ziehen zahlreiche Meteoritenströme an der Erde vorbei. Vor den Geminiden hatten unter anderem bereits die Lyriden im April und die Perseiden im August für viele Sternschnuppen am Nachthimmel gesorgt. (ses/dpa)