Verhütung

Franzosen erhalten Pariser künftig auf Rezept

Bleibt eine Infektion mit dem HI-Virus unbehandelt, entwickelt sich die Immunschwäche-Krankheit Aids.

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In Frankreich gibt es von Mitte Dezember an Kondome in der Apotheke – umsonst. Wählerisch dürfen die Kunden aber nicht sein.

Paris.  Im Kampf gegen HIV und Aids sind Kondome immer noch die beste Prävention. Das weiß auch die französische Regierung – und zahlt den Franzosen ab Dezember die Kondome.

Jeder Franzose – ob Mann oder Frau – kann dann zum Arzt oder zu einer Hebamme gehen, sich ein Rezept holen und bekommt in der Apotheke die Kondome in 6er-, 12er- oder 24er-Boxen.

Nur eine bestimmte Kondommarke wird verteilt

Bezahlt wird das Ganze von der Krankenkassen. Die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn kündigte den Schritt am Dienstag im Sender France Inter an. Die Maßnahme soll ein Mittel im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids, aber auch gegen andere sexuell übertragbare Krankheiten wie Hepatitis B, Syphilis oder Chlamydien sein.

Laut einer Mitteilung ihres Ministeriums hieß es, die neue Regelung werde am 10. Dezember in Kraft treten. Wählerisch dürfen die Franzosen allerdings nicht sein, denn nur eine Kondommarke wird verteilt. Und das ist eine besonders günstige.

Nach Angaben der Ministerin wird in Frankreich jährlich bei rund 6000 Menschen eine Infektion mit dem HI-Virus festgestellt. (dpa/sdo)