Ungelöster Vermisstenfall

Menschliche Knochen bei Bauarbeiten im Vatikan entdeckt

Demonstranten halten beim „Marsch für Wahrheit und Gerechtigkeit für Emanuela" Bilder von dem seit 1983 verschwundenen 15-jährigen Mädchen hoch.

Demonstranten halten beim „Marsch für Wahrheit und Gerechtigkeit für Emanuela" Bilder von dem seit 1983 verschwundenen 15-jährigen Mädchen hoch.

Foto: Andrew Medichini / dpa

Bei einer Renovierung im Vatikan wurde ein Skelett gefunden. Nun gibt es Spekulationen über eine Verbindung zu einem Vermisstenfall.

Rom.  Hat der Fund mit einem mysteriösen Vermisstenfall zu tun? In einem Gebäude des Vatikans in Rom sind nun menschliche Knochen entdeckt worden. Der Fund sei während Renovierungsarbeiten bei der vatikanischen Botschaft gemacht und den Behörden gemeldet worden, teilte der Heilige Stuhl am Dienstagabend mit.

Zunächst war unklar, zu wem die Knochen gehörten. Italienische Medien stellten aber direkt Vermutungen an und zogen eine Verbindung zu einem ungelösten Vermisstenfall aus den 80er Jahren.

1983 verschwand Tochter eines Vatikan-Angestellten

1983 war die 15-jährige Tochter eines Vatikan-Hofdieners, Emanuela Orlandi, spurlos verschwunden. Das Mädchen war nach der Musikschule nicht mehr nach Hause gekommen. Da es bis heute keine Beweise für sein Schicksal gibt, ranken sich seit Jahrzehnten Gerüchte und Verschwörungstheorien um den Fall.

Dem Vatikan zufolge sollen Kriminaltechniker der Polizei nun feststellen, auf welches Alter und welches Geschlecht die Knochen schließen lassen und wann der Mensch ums Leben kam. (dpa/jha)