Ermittlungen

Der Interpol-Chef wird seit einer Reise nach China vermisst

Der heutige Interpol-Chef Meng Hongwei bei der Interpol-Vollversammlung 2016 in Bali.

Der heutige Interpol-Chef Meng Hongwei bei der Interpol-Vollversammlung 2016 in Bali.

Foto: imago stock&people / imago/Xinhua

Meng Hongwei gilt seit seiner Abreise aus Frankreich Ende September als vermisst. Der Interpol-Präsident war auf einer China-Reise.

Lyon.  Der Chinese Meng Hongwei, Präsident der internationalen Polizeiorganisation Interpol, wird vermisst. Wie die Nachrichten AFP berichtet, soll die französische Justiz bereits eine Untersuchung eingeleitet haben. Die Agentur beruft sich auf gut informierte Kreise.

Die französische Justiz ist zuständig, weil der Sitz von Interpol in Lyon ist. Mengs Familie habe nichts mehr von ihm gehört, seit er Frankreich Ende September für eine Reise nach China verlassen habe. Seine Ehefrau habe ihn als vermisst gemeldet.

Die Organisation war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Meng war 2016 bei einer Vollversammlung der Organisation in Bali zum Präsidenten ernannt worden. Seine Amtszeit sollte bis 2020 reichen.

Meng Hongwei ist erfahrener Jurist

Meng war zuvor Stellvertreter des Ministers für öffentliche Sicherheit von China. Nach Angaben von Interpol blickt er auf eine fast 40-jährige Erfahrung in verschiedenen Positionen in Justiz- oder Polizeibehörden zurück.

Interpol ist die wichtigste Polizeiorganisation der Welt mit 192 Mitgliedsländern, die darüber beispielsweise Informationen zu gesuchten Personen austauschen. (dpa/ac)