„Le Frosch“

Nach Angriff auf Club: Frankfurt will Flüchtlinge ausweisen

Vor dem Club „Le Frosch“ in Frankfurt/Oder soll es zu einem Streit gekommen sein. Anschließend seien Steine geworfen worden.

Vor dem Club „Le Frosch“ in Frankfurt/Oder soll es zu einem Streit gekommen sein. Anschließend seien Steine geworfen worden.

Foto: Frosch Club

Asylsuchende, die einen Frankfurter Club angegriffen haben sollen, sollen ausgewiesen werden. Die Ausländerbehörde prüft den Fall.

Frankfurt/Oder.  Nach einem Angriff Asylsuchender auf den Club „Le Frosch“ in Frankfurt an der Oder will Oberbürgermeister René Wilke (Linke) sieben Flüchtlinge aus Deutschland ausweisen lassen.

Die Männer stammen aus Syrien, Pakistan und den Palästinensergebieten. Der verwaltungsrechtliche Prozess zu ihrer Ausweisung sei am Donnerstag eingeleitet worden, teilte die Stadtverwaltung mit. Zwei der sieben Betroffenen seien in die Auseinandersetzung um den Club „Le Frosch“ Ende August verwickelt gewesen.

Ermittlungen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch

In dem Fall werde wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch ermittelt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dem Angriff auf den Club am frühen Morgen des 26. August soll ein Streit zwischen zwei Asylsuchenden und einem deutschen Gast in dem Club vorangegangen sein.

Nach dem Streit in der Diskothek sollen die Flüchtlinge nach Angaben der Staatsanwaltschaft Morddrohungen gerufen und Verstärkung geholt haben. Bei dem anschließenden Angriff sei der Club unter anderem mit Steinen beworfen worden, die Gäste hätten sich in Sicherheit gebracht.

OB mahnt: Es ist Fehlverhalten einiger weniger

Die Ausländerbehörde der Stadtverwaltung prüfe die Ausweisung unabhängig von den Ermittlungen durch Staatsanwaltschaft und Polizei zu möglichen Straftaten, „die dieser Personenkreis begangen haben soll“, hieß es weiter. Nach Erlass einer Ausweisung bestehe für die Betroffenen die Möglichkeit des Widerspruchs und der Klage vor dem Verwaltungsgericht.

In der Stadt lebten derzeit mehr als 1300 Flüchtlinge, sagte Wilke: „Fast alle erbringen eine enorme Leistung, sich in ein Land mit ihnen fremder Sprache und Kultur zu integrieren“, unterstrich der Oberbürgermeister. Das „gravierende Fehlverhalten einiger weniger“ Asylsuchender schade auch den Flüchtlingen und den Bemühungen der Einheimischen, „die ihnen helfend, offen und gastfreundlich zur Seite stehen“. (epd/nqq)