Medienskandal

„Stern“ zeigt erstmals die falschen Hitler-Tagebücher

Bei einer Pressekonferenz am 25. April 1983 präsentiert „Stern“-Reporter Gerd Heidemann die angeblichen Hitler-Tagebücher.

Bei einer Pressekonferenz am 25. April 1983 präsentiert „Stern“-Reporter Gerd Heidemann die angeblichen Hitler-Tagebücher.

Foto: Chris Pohlert / dpa

Zum ersten Mal nach 35 Jahren zeigt das Magazin „Stern“ die Hitler-Tagebücher. Die Fälschungen lösten einen großen Medienskandal aus.

Hamburg.  Es war einer der größten Medienskandale der deutschen Nachkriegsgeschichte: Vor 35 Jahren glaubte das Hamburger Magazin „Stern“, die Tagebücher von Adolf Hitler aufgespürt zu haben. Das Magazin kaufte die Bände von dem Fälscher Konrad Kujau und zahlte dafür Millionen. Auszüge aus den vermeintlichen Tagebüchern hatte der „Stern“ dann in einer Serie veröffentlicht.

Seitdem lagern die Bände im Safe des Verlagshauses Gruner + Jahr, bei dem der „Stern“ erscheint. Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 15. September, werden nun sieben Bände erstmals gezeigt. Dazu unterhält sich der stellvertretende Chefredakteur Thomas Ammann mit den Autoren Malte Herwig und mit Michael Seufert über das Thema, wie der Verlag mitteilte.

Von den insgesamt 62 Bänden wurden einzelne abgegeben, zum Beispiel an die Stiftung Haus der Geschichte und das Hamburger Polizeimuseum – und waren dort schon zu sehen.