Familie

So clever reagiert eine stillende Mutter auf Anfeindungen

Erziehung: Drei Lifehacks, die alle Eltern kennen sollten

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Eine Frau stillt ihr Kind in einem Restaurant. Ein Mann fordert sie auf, sich zu bedecken. Für ihre Reaktion wird sie im Netz gefeiert.

Cabo San Lucas/Berlin.  Viele Mütter werden bereits die Erfahrung gemacht haben, dass Stillen in der Öffentlichkeit nicht immer gern gesehen ist. So auch im Fall von Melanie Dudley. Die US-Amerikanerin war mit ihrer Familie im Urlaub in Cabo San Lucas (Mexiko) und wollte an einem heißen Sommertag ihren drei Monate alten Sohn in der Ecke eines Restaurants stillen.

Normalerweise bedecke sie dabei immer ihre Brust, erzählte die Texanerin TV Today. Dieses Mal allerdings nicht. „Es waren 35 Grad und mein Baby schwitzte.“ Darum entschied sie sich, das schützende Tuch wegzulassen.

Bereits nach kurzer Zeit forderte sie ein fremder Mann auf, sich sofort zu bedecken. „Ich war fassungslos“, so Melanie Dudley. Dann kam ihr aber eine Idee. Die Mutter bedeckte nicht ihre Brust, wie es der Fremde gewollt hatte, sondern ihren Kopf. „Das war einfach meine Antwort. Ich hatte keine Worte dafür“, erklärte Dudley TV Today.

Frauen feiern Melanie Dudley

Das Foto von der Aktion ging nun auf Facebook viral. Innerhalb von zehn Tagen (Stand 9. August) wurde es mehr als 17.000 Mal kommentiert, mehr als 200.000 Mal geteilt. Vor allem Frauen feiern Melanie Dudley für ihre Reaktion. „Stillen ist in allen 50 US-Staaten legal. Aber die Gesellschaft diskriminiert immer noch stillende Mütter“, schreibt eine Nutzerin.

Eine andere kommentiert: „Man kann von ihrer Brust nicht mehr sehen als in einem Badeanzug. Wenn es draußen heiß ist, warum sollte das Baby beim Stillen leiden?“

Melanie Dudley hofft nun, dass ihre Geschichte anderen stillenden Mütter als Inspiration dient. „Wir sollten Frauen unterstützen, wenn sie in der Öffentlichkeit stillen möchten – mit oder ohne schützendem Tuch, das die Brust abdeckt“, sagte die Texanerin dem US-Sender. „Wir ziehen einfach unser Ding durch. Es tut ja keinem weh.“ (jha)