Meeressäuger

Schweinswal vor Heiligendamm gestrandet und verendet

Ein Schweinswal schwimmt im Fjord-Belt-Sealand im dänischen Kerteminde (Symbolbild).

Ein Schweinswal schwimmt im Fjord-Belt-Sealand im dänischen Kerteminde (Symbolbild).

Foto: Ingo Wagner / dpa

Ein Schweinswal ist am Ostseestrand bei Heiligendamm verendet. Das Meeresmuseum will jetzt die genaue Ursache untersuchen.

Ein Schweinswal ist am Donnerstag östlich von Heiligendamm verendet. Das 1,50 Meter lange und 50 Kilogramm schwere Tier sei lebend gestrandet, doch sofort eingeleitete, mehrstündige Rettungsversuche seien erfolglos geblieben, teilte das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund mit. Am Donnerstagmittag hatten Strandbesucher der DLRG-Wachstation einen gestrandeten Schweinswal gemeldet.

Die anschließend benachrichtigten Mitarbeiter des Deutschen Meeresmuseums versuchten in Zusammenarbeit mit der DLRG zunächst vergeblich, das Tier durch die Wellen zurück in die Ostsee zu bringen. Wegen zu starker Brandung sei der geschwächte Schweinswal schließlich „in einer beispiellosen Rettungskette“ nach Warnemünde transportiert worden, hieß es. Das Tier sei jedoch zu gestresst von der Strandung gewesen.

Obduktion soll Klärung über Gesundheitszustand bringen

Zudem vermuten die Meeres-Experten, dass es aufgrund einer Krankheit geschwächt war. Der Schweinswal starb am frühen Abend kurz nach der Ankunft in Warnemünde. Das äußerlich unversehrte, gut genährte Tier soll nun am Meeresmuseum seziert werden, um genauere Informationen über seinen Gesundheitszustand zu erlangen. Lebendstrandungen von Schweinswalen seien äußerst selten, hieß es.

Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund forscht seit vielen Jahren über die Population des einzigen heimischen Wals in der Ostsee, wertet Sichtungsmeldungen aus und untersucht Totfunde. Sichtungen von Schweinswalen und Robben können mittels der kostenlosen App „OstSeeTiere“ und auf der Website des Museums gemeldet werden. (epd)