Gewalttat

Mann stößt Zwölfjährige von Brücke – dann springt er selbst

Der Zwischenfall an der Autobahnbrücke bedeutete einen Großeinsatz für die italienische Polizei (Symbolbild).

Der Zwischenfall an der Autobahnbrücke bedeutete einen Großeinsatz für die italienische Polizei (Symbolbild).

Foto: imago stock&people / imago/blickwinkel

Dramatische Gewalttat in Italien: Ein Mann stieß die Tochter seiner Partnerin von einer Brücke. Dann sprang er selbst in den Tod.

Francavilla al Mare.  Ein 49-jähriger Mann hat Medienberichten zufolge in Italien die Tochter seiner Lebengefährtin von einer Autobahn-Brücke in die Tiefe gestoßen. Stundenlang versuchten Einsatzkräfte daraufhin, den Mann am Sonntag davon abzuhalten, selbst von der Brücke bei Francavilla al Mare in den Abruzzen zu springen, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Nach Medienberichten sprang der Mann schließlich selbst von der rund 30 Meter hohen Brücke in die Tiefe.

Nachdem zunächst unklar war, ob das Kind den Sturz aus etwa 30 Metern womöglich überlebt haben könnte, gab es am frühen Abend die traurige Gewissheit. Laut italienischen Medienberichten sei das Mädchen auf der Stelle tot gewesen.

Der Mann hatte die Rettungskräfte dann aufgefordert, sich dem Mädchen nicht zu nähern, sonst würde er selbst in den Tiefe springen. Einem Sanitäter sei es dann gelungen, sich bis zu dem leblosen Körper des Mädchens vorzuarbeiten. Er habe nur noch den Tod feststellen können, hieß es.

Die Autobahn 14 wurde stundenlang gesperrt. Ermittler gehen den Berichten zufolge davon aus, dass die Tat mit dem tödlichen Sturz der Lebengefährtin des 49-Jährigen und Mutter des Mädchens von einem Balkon im vierten Stock am Sonntagmorgen im nahe gelegenen Chieti zusammenhängen könnte. (W.B./dpa)