Fake-Notruf

24-Jähriger ruft aus Liebeskummer die Polizei

Ein Mann aus dem bayerischen Dillingen hat die Polizei unter falschem Vorwand die Polizei alarmiert. (Symbolbild)

Ein Mann aus dem bayerischen Dillingen hat die Polizei unter falschem Vorwand die Polizei alarmiert. (Symbolbild)

Foto: deepblue4you / Getty Images/iStockphoto

Wegen gebrochenen Herzens hat ein junger Mann aus Bayern den Notruf gewählt. Das hat für ihn allerdings ein unerfreuliches Nachspiel.

Dillingen.  Unter falschem Vorwand hat ein 24-Jähriger im bayerischen Dillingen die Polizei gerufen. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) berichtet, habe er angegeben, von einem Freund geschlagen worden zu sein und weiter von ihm bedroht zu werden. Doch als die Beamten in der Wohnung eintrafen, ergab sich ein anderes Bild.

Offenbar sei Liebeskummer der wahre Grund für den Notruf gewesen. Die Polizei fand den jungen Mann demnach unverletzt und zusammen mit seiner Ex-Freundin sowie einer weiteren Frau vor. Das Problem, das den 24-Jährigen zum Hörer greifen ließ: Die Frauen wollten gehen – und das wollte er unbedingt verhindern. Zur Not eben mit einer erfundenen Geschichte.

Polizei sieht sich nicht zuständig

Doch statt Hilfe gab es von der Polizei laut SZ eine Anzeige. Wegen des Missbrauchs von Notrufen und des Vortäuschens einer Straftat. Ohnehin hätten die Beamten nicht gewusst, wie genau sie dem Mann hätten beistehen sollen. „Alle weiteren Anliegen“ seien „außerhalb ihrer Zuständigkeit“, ließ die Dillinger Polizei wissen.

Erst vor wenigen Tagen hatte es einen ähnlich kuriosen Hilferuf gegeben. Damals hatte ein 34-Jähriger die Polizei auf der Wache gebeten, ihm beim Schlussmachen mit seiner Freundin zu helfen. Die Beamten zählten diverse Alternativen auf. Ob er eine davon umsetzte, ist jedoch nicht überliefert.

(cho)