Raumfahrt

Drei ISS-Astronauten sicher zur Erde zurückgekehrt

Die russische Sojus MS-06 Kapsel während ihres Landeanfluges auf die Erde.

Die russische Sojus MS-06 Kapsel während ihres Landeanfluges auf die Erde.

Foto: Alexander Nemenov / dpa

Sie waren mehr als fünf Monate im All im Einsatz. Jetzt sind drei Raumfahrer von der Internationalen Raumstation (ISS) zurückgekehrt.

Moskau.  Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation (ISS ) sind drei Raumfahrer wieder zur Erde zurückgekehrt. Die Sojus-Kapsel mit dem Russen Alexander Missurkin und den US-Astronauten Joseph Acaba und Mark Vande Hei landete am Mittwochmorgen planmäßig um 03.31 Uhr MEZ in der kasachischen Steppe.

Das zeigten Live-Bilder der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Die Nasa twitterte: „Willkommen zuhause.“ Auf der ISS-Seite hieß es: „Landung!“ Der Rückflug dauerte rund drei Stunden.

ISS liegt 400 Kilometer über der Erde

Die drei Raumfahrer waren im September 2017 vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gestartet. Sie befanden sich insgesamt 168 Tage an Bord der Raumstation, rund 400 Kilometer über der Erde. Dabei nahmen sie zahlreiche wissenschaftliche Experimente vor.

Am Außenposten der Menschheit halten sich zur Zeit noch drei weitere Raumfahrer auf: Das Kommando übernahm der Russe Anton Schkaplerow. Neben dem US-Astronauten Scott Tingle arbeitet zurzeit auch der Japaner Norishige Kanai auf der ISS.

Körper muss sich an Erdanziehung gewöhnen

Die zurückgekehrten Raumfahrer sollen wie üblich zunächst einen Tag in Baikonur zur Beobachtung verbringen und dort untersucht werden. Nach mehreren Monaten in der Schwerelosigkeit brauchen sie zunächst Hilfe, da die Muskeln erschlafft sind und der Körper sich erst wieder an die Erdanziehung gewöhnen muss.

Erst Mitte März sollen drei neue Raumfahrer zur ISS aufbrechen, um das Team verstärken. Dann sollen der russische Bordingenieur Oleg Artemjew und seine US-Kollegen Andrew Feustel und Richard Arnold sich auf den Weg zur ISS machen. Im Juni soll dann Alexander Gerst gemeinsam mit einer US-Astronautin folgen . (bekö/dpa)