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Lawinengefahr: 13.000 Touristen sitzen in Zermatt fest

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In der Schweiz wurden mehrere Skipisten wegen Lawinengefahr gesperrt. Viele Urlauber können zudem auch nicht abreisen aus Zermatt.

Zermatt.  Nach starken Schneefällen und Regen ist nicht nur die Zufahrtsstraße in den Wintersport-Ort Zermatt in der Schweiz gesperrt. Auch Bahnverbindungen vorerst unterbrochen.

Derzeit sitzen wegen der Wetterprobleme 13.000 Touristen am Ort nahe des Matterhorns fest. Für besondere Frustration dürfte sorgen, dass die Urlauber auch nicht Ski fahren können. Wegen Lawinengefahr sind die Pisten gesperrt.

Stimmung ist noch gut

Auch in anderen Dörfern hatte sich die Lage zugespitzt. Mehrere waren von der Außenwelt abgeschnitten. In Visp etwa mussten 20 Menschen in Sicherheit gebracht werden, weil Massen von Schlamm ihre Häuser bedrohten, wie die Einsatzbehörden berichteten. Die Behörden warnten vor Schnee- und Erdrutschen.

Die Pisten und Wanderwege seien gesperrt, sagte Janine Imesch von Zermatt Tourismus. Am Morgen fiel zeitweise der Strom aus. Die Stimmung sei aber gut. „Der Ort muss nicht evakuiert werden“, sagte Imesch. Die Lawinen seien keine akute Gefahr für die Gäste. Zuletzt habe es 1999 eine solche Lage gegeben. „Damit die Räumungsarbeiten reibungslos durchgeführt werden können, bitten wir Sie, in den Gebäuden zu bleiben“, hieß es auf der Webseite der Gemeinde.

Zwei Meter Schnee in 24 Stunden

Für Teile des Wallis, darunter neben Zermatt auch der Wintersport-Ort Saas-Fee, verhängte das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut die höchste Lawinen-Gefahrenstufe. Viel Schnee in den vergangenen Wochen und anschließend Föhn mit höheren Temperaturen und Regen machten die Lage so gefährlich.

In der Region Simplon waren innerhalb von 24 Stunden zwei Meter Schnee gefallen. Für Mittwoch hofften die Experten auf Entspannung. Wind und Nebel verhinderten Überflüge zur Beurteilung der Lage. Auf den Webcams, die normalerweise live das Alpenpanorama und die Skipisten zeigen, war nur Grau zu sehen. Bei Visp hatten sich wegen des Dauerregens zwei Wasserauffangbecken in kürzester Zeit gefüllt. Schlammmassen bewegten sich Richtung Dorf, wie der Krisenstab berichtete. Eine Zugangsstraße wurde gesperrt. (dpa)