Norovirus

200 Kreuzfahrt-Passagiere tagelang in Kabinen eingesperrt

Norovirus – Was man über die Magen-Darm-Erkrankung wissen muss

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Eine zweiwöchige Kreuzfahrt wurde für Hunderte Passagiere zum Desaster. Tagelang bekamen viele von ihnen nur die Toilette zu sehen.

Brisbane.  Es sollte eine entspannte Kreuzfahrt werden, doch für Hunderte Passagiere endete die zweiwöchige Reise zwischen Brisbane und Neuseeland in Quarantäne. Statt Sonnendeck und schönen Ausflugszielen bekamen sie für einige Zeit nur ihre eigene Kabine – und dort wohl vor allem die Toilette – zu sehen.

Auf der „Sea Princess“ finden etwa 2000 Reisende Platz. Doch für einige von ihnen war der Schiffsspaß aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung schnell vorbei. „Es wird vermutet, dass sich etwa 200 Personen mit dem Virus infiziert haben“, sagte ein Sprecher der Reederei laut der Seite abc.net.au. Die Gesundheitsbehörden des Bundesstaates Queensland bestätigten, dass Spuren des Virus an Bord entdeckt worden waren.

Passagiere kamen in Quarantäne

Nach Ausbruch der Krankheit mussten sich die 200 infizierten Passagiere in Quarantäne begeben. Eine Passagierin berichtete „Daily Mail Australia“, dass sie für 60 Stunden gezwungen war, in ihrer Kabine zu bleiben.

Andere Gäste waren offenbar unvorsichtiger und trugen damit womöglich zur Verbreitung des Virus’ bei. „Eine Frau an Bord war ganz grün im Gesicht und hustete. Vermutlich ist sie noch draußen rumgelaufen, als sie längst in Quarantäne gehört hätte“, erzählte die Reisende weiter.

Nicht der erste Vorfall dieser Art

Die Krankheitswelle brach aus, kurz nachdem das Schiff den Hafen von Wellington verlassen hatte. Donnerstagmorgen machte das Schiff dann in Brisbane fest. Dort sollte es einer zusätzlichen Desinfektion unterzogen werden, wie die Reederei mitteilte.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein solcher Virus ein Kreuzfahrtschiff der Princess-Flotte lahmlegt. Erst im vergangenen Februar hatte ein Magen-Darm-Virus das Schwesterschiff „Sun Princess“ heimgesucht und 140 Passagieren den Trip nach Papua-Neuguinea ruiniert. (jei)