Angriff

Autofahrer rast absichtlich in Fußgängergruppe: 14 Verletzte

Einsatzkräfte sperrten die Gegend rund um den Bahnhof Flinders Street ab.

Einsatzkräfte sperrten die Gegend rund um den Bahnhof Flinders Street ab.

Foto: HANDOUT / REUTERS

In Melbourne hat ein Autofahrer absichtlich Fußgänger überfahren. 14 Menschen wurden verletzt. Die Motive des Mannes sind unklar.

Melbourne.  Im australischen Melbourne ist ein Auto in eine Gruppe Fußgänger gerast und hat zahlreiche Menschen verletzt. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den Fahrer und einen weiteren Mann fest. Der Fahrer soll vorsätzlich in die Menschenmenge gefahren sein, teilte die Polizei in einer Pressekonferenz mit.

Demnach wurden 14 Menschen in Krankenhäuser gebracht, zwei würden noch vor Ort behandelt, einige von ihnen befinden sich in kritischem Zustand. Unter den Verletzten sollen auch Kinder sein.

Polizei sperrte Teile der Stadt ab

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Bahnhofs Flinders Street in der Innenstadt. Die Gegend wurde abgesperrt. Die Polizei hat sich noch am Abend (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz zu dem Vorfall geäußert.

Die Gegend war zum Zeitpunkt des Geschehens nicht nur wegen vieler Pendler voller Menschen. Auch waren viele unterwegs, um letzte Weihnachtseinkäufe zu erledigen.

„Wir hörten bumm, bumm“

Berichten zufolge sei der Fahrer mit seinem Geländewagen gegen 16.40 Uhr (Ortszeit) über eine rote Ampel gefahren und in eine Menschenmenge gerast sein, als diese gerade den größten Zebrastreifen in Richtung der Bahnstation überquerte. Medien zitieren Augenzeugen, die sagten, der Fahrer habe nicht abgebremst, bevor er in die Menschenmenge fuhr.

Er habe ganz offensichtlich Menschen treffen wollen, weil er direkt auf die größte Menge zugesteuert sei. „Wir konnten diesen Lärm hören“, sagte eine Augenzeugin namens Sue dem Melbourner Radiosender 3AW: „Als wir nach links schauten, sahen wir dieses weiße Auto, es mähte einfach alle um. Menschen flogen überall herum. Wir hörten bumm, bumm.“

Der Vorfall ähnelt einem anderen im Januar, als ein Fahrer am selben Ort zu einer Fahrt ansetzte und in einer Fußgängerzone in Passanten raste. Sechs Menschen starben damals, 30 wurden verletzt. Dem Fahrer wird sechsfacher Mord vorgeworfen. Der Vorfall vom Januar wird nicht als Terrorakt behandelt.

Die Polizei rief mögliche Augenzeugen dazu auf, Foto- und Videomaterial des Vorfalls im Netz hochzuladen, um bei der Aufklärung zu helfen. (sdo/dpa)