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Wieder lange Verspätung auf ICE-Strecke Berlin-München

Ein ICE der Bahn bei Erfurt auf der Neubaustrecke von München nach Berlin.

Ein ICE der Bahn bei Erfurt auf der Neubaustrecke von München nach Berlin.

Foto: Martin Schutt / dpa

Der Ärger für die Bahn – und ihre Passagiere – reißt nicht ab. Auf der neuen Trasse Berlin-München gab es nun wieder Verzögerungen.

Berlin.  Auf der neuen Bahnstrecke München-Berlin haben sich auch am Donnerstag wieder einige Züge lange verspätet. Ein ICE auf dem Weg nach Berlin war am Nachmittag mit zweieinhalb Stunden Verspätung unterwegs. Er war um 7.13 Uhr in München abgefahren und erreichte nach Angaben eines Mitreisenden Erfurt um kurz nach 13 Uhr – wo er eigentlich um 10.31 Uhr hätte eintreffen sollen.

Ein Bahnsprecher sagte auf Anfrage, der Zug habe auf die alte Strecke umgeleitet werden müssen, weil das Steuerungssystem ETCS nicht funktioniert habe. Das Programm steuert und sichert Zugfahrten ohne Signale vollautomatisch ab und soll auch den grenzüberschreitenden Verkehr einfacher machen.

Software ließ sich nicht aktualisieren

Der ICE stand rund 45 Minuten in Nürnberg. Laut Durchsage im Zug hatte der Lokführer vergeblich versucht, die ETCS-Software zu aktualisieren, um die Freigabe für die Schnellfahrstrecke nach Norden zu erhalten.

Ähnliche technische Probleme haben seit der Fahrplanumstellung am Sonntag mehrere ICE ausgebremst. Es gab auch Zugausfälle. Der Bahnsprecher bezeichnete die betriebliche Lage als weiterhin angespannt. Sie verbessere sich aber Tag für Tag. Andere Züge auf der Strecke München-Berlin seien am Donnerstag 30 bis 40 Minuten zu spät gewesen.

Grund dafür seien Weichen- und Signalstörungen auf anderen Streckenabschnitten gewesen, etwa zwischen Stuttgart und München. (dpa)