Anschlag

Zehn Festnahmen nach Mord an maltesischer Journalistin

Blumen und Kerzen an einer Straße in Valletta zum Gedenken an die ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia.

Blumen und Kerzen an einer Straße in Valletta zum Gedenken an die ermordete Journalistin Daphne Caruana Galizia.

Foto: Philipp Laage / dpa-tmn

Fast acht Wochen nach dem Anschlag auf eine maltesische Journalistin hat die Polizei zehn Personen festgenommen. Sie werden verhört.

Valletta.  Fast zwei Monate nach dem Autobombenanschlag auf eine regierungskritische Journalistin in Malta hat die Polizei zehn Personen festgenommen. Alle Verdächtigen stammten aus Malta, sagte Ministerpräsident Joseph Muscat am Montag. Die meisten seien polizeibekannt.

Daphne Caruana Galizia war am 16. Oktober in ihrem Auto getötet worden. Die 53-Jährige war die bekannteste Investigativ-Journalistin Maltas und prangerte in ihrem Blog wiederholt Korruption auf der Mittelmeerinsel an.

Galizia mit Panama Papers beschäftigt

Muscat hatte zunächst acht Festnahmen verkündet. Später hob er die Zahl auf Twitter auf zehn an. Die Polizei hat 48 Stunden Zeit, die Personen zu verhören, bevor Anklage erhoben oder die Freilassung angeordnet werden muss.

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Zuletzt hatte sich Galizia mit den sogenannten Panama Papers beschäftigt. Dabei war sie möglichen Verbindungen zwischen Mitarbeitern der maltesischen Regierung, ausländischen Banken und Firmen in Steuerparadiesen nachgegangen. (rtr)