Fund

Baggerfahrer findet riesiges Hakenkreuz auf Sportplatz

Riesiges Hakenkreuz in Hamburg ausgebaggert
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Da staunte der Baggerfahrer nicht schlecht: Bei Grabungen in Hamburg stieß er auf ein Beton-Hakenkreuz. Das Nazi-Relikt soll nun weg.

Hamburg.  Bei Grabungsarbeiten auf einem Hamburger Sportplatz ist ein riesiges Hakenkreuz aus Beton entdeckt worden. Wie die „Bild“ berichtet, kam das Nazi-Symbol zum Vorschein, weil auf dem Platz im Stadtteil Billstedt die Fundamente für neue Umkleidekabinen gelegt werden sollten.

Wie das mehrere Meter im Durchmesser zählende Hakenkreuz dorthin kam, ist nicht ganz klar. Laut dem Vorsitzenden des Sportvereins Billstedt-Horn, Joachim Schirmer, hat an der Stelle früher ein großes Denkmal gestanden, das vor Jahrzehnten abgerissen worden sei. Das Hakenkreuz aus Beton habe einen Durchmesser von etwa drei Metern.

Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden war das Hakenkreuz aus der NS-Zeit bei den Arbeiten in etwa 40 Zentimetern Tiefe zum Vorschein gekommen. Nach dem Krieg wurde das Nazi-Relikt offenbar mit Erde bedeckt – und vergessen. Bis jetzt.

Hakenkreuz muss mit Presslufthammer zerstört werden

Der Fund sei so groß und schwer, dass der Bagger ihn nicht wegbewegen konnte. Das Hakenkreuz müsse wohl mit einem Presslufthammer zerstört werden. Wann genau das geschehen soll, war am Dienstag noch offen. Erst wollte das Denkmalschutzamt den Fund begutachten, sagte der Vereinsvorsitzende Schirmer.

Die Sprecherin des Bezirksamts sagte, das Hakenkreuz solle so schnell wie möglich zerstört werden. „So ein Hitler-Zeichen hat hier bei uns nichts verloren!“, zitiert „Bild“ den Hamburger CDU-Politiker David Erkalp.

Altes Denkmal an der Stelle

An der Fundstelle habe früher ein großes Denkmal gestanden, das vor Jahrzehnten abgerissen worden sei, erzählte Schirmer. Auf alten Bildern ist ein viereckiges etwa fünf Meter hohes Denkmal zu sehen; auf einer Seite prangt ein nackter Krieger, der einen Speer in der Hand hält.

Für den Verein, der durch den Fund plötzlich ins Rampenlicht gerückt wurde, heißt es nach Angaben des Vorsitzenden: Der Sportbetrieb geht ganz normal weiter. (dpa/W.B.)