Schüsse

Täter nach Schüssen vor Bremer Supermarkt auf der Flucht

Ein Mann ist in Bremen vor einem Supermarkt getötet worden.

Ein Mann ist in Bremen vor einem Supermarkt getötet worden.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Ein Mann wurde vor einem Supermarkt angeschossen. Er starb wenig später. Der Schütze ist weiterhin auf der Flucht.

Bremen.  Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Mann vor einem Bremer Supermarkt ist der Täter weiter auf der Flucht. „Wir fahnden mit Hochdruck nach ihm“, sagte ein Sprecher der Polizei am frühen Freitagmorgen.

Ein 25-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen war kurz nach dem Angriff seinen Verletzungen erlegen. Die Polizei geht davon aus, dass sich der Schütze und das Opfer kannten. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die Ermittler aus. Genauere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Opfer stammt aus Nordrhein-Westfalen

„Die Schüsse fielen im Eingangsbereich des Rewe-Supermarktes“, teilte der Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft, Frank Passade, mit. Die Identität des Opfers sei bekannt. Zur Tatwaffe könne noch nichts mitgeteilt werden.

Es gibt eine Video-Aufnahme bei Youtube, in dem eine Frau über das Geschehen berichtet. „Ich hatte Todesangst“, sagt die Augenzeugin, die vor allem eins wollte: ihre kleine Tochter schützen. „Es hätte alles passieren können.“

Täter und Opfer kannten sich offenbar

Nach Angaben der Frau brüllten sich Täter und Opfer an. Man habe aber nichts verstehen können. „Das waren keine Deutschen“, vermutet die Frau. Zur Nationalität wollten sich weder Polizei und Staatsanwaltschaft nicht äußern.

In einer später veröffentlichen Pressemitteilung heißt es: „Nach ersten Erkenntnissen kannten sich Täter und Opfer.“ Ein terroristischer Hintergrund werde ausgeschlossen.

Der Supermarkt liegt in einem Gewerbe- und Wohngebiet in Oslebshausen, drei Gehminuten entfernt vom Bahnhof. Das Viertel gehört zum Bremer Ortsteil Gröpelingen und ist wegen der Hafennähe eher ein klassisches Arbeiterviertel. Was der Mann aus Nordrhein-Westfalen dort in dem Supermarkt machte, ob er in Bremen wohnte oder arbeitete – all das ist noch unklar. (dpa)