Ikea

Kleinkind in den USA von Ikea-Kommode erschlagen

Das schwedische Möbelhaus Ikea ist nicht nur in Europa beliebt, sondern auch den USA.

Das schwedische Möbelhaus Ikea ist nicht nur in Europa beliebt, sondern auch den USA.

Foto: imago stock&people / imago/ZUMA Press

Es ist der achte Fall eines tödlichen Unfalls mit einer Ikea-Kommode. Das Unternehmen hatte das Möbelstück eigentlich zurückgerufen.

Buena Park.  Der Tod eines zweijährigen Jungen aus Kalifornien ist ein weiterer tragischer Vorfall in einer Reihe von tödlichen Unfällen durch Ikea-Möbel. Der kleine Jozef sei von einer umfallenden Kommode der „Malm“-Reihe erschlagen worden, schreiben mehrere US-Medien, unter andere, der „Philadelphia Inquirer“.

Der Junge sei somit bereits das achte Kind, das in den USA durch umfallende Ikea-Kommoden zu Tod gekommen sei. Wegen der vielen Todesfälle hatte Ikea im letzten Jahr 29 Millionen Kommoden wegen Sicherheitsbedenken zurückgerufen. Doch nur wenige Besitzer der betroffenen Möbel hätten sie auch zurückgegeben, heißt es bei Ikea – trotz voller Rückerstattung der Kosten.

Bereits 50 Millionen Dollar Schmerzensgeld für ähnliche Fälle

Eine Sprecherin des schwedischen Möbel-Giganten erklärte, die Kommode sei in dem aktuellen Fall nicht – wie vorgesehen – an der Wand befestigt worden.

Die Eltern des verstorbenen Jungen haben angekündigt, Ikea verklagen zu wollen. Sie wären über die Risiken der Kommode und die Rückruf-Aktion nicht ausreichend informiert worden, so ihr Anwalt.

Ikea habe bereits drei ähnliche Fälle vor Gericht verloren und den Eltern der verstorben Kinder insgesamt 50 Millionen Dollar (rund 43 Millionen Euro) Schadensersatz gezahlt. Diverse Organisation haben das Möbelhaus dazu aufgerufen, die Sicherheitsbedenken und die Rückruf-Aktion seinen Kunden direkt zu kommunzieren – damit kein weiteres Kind zu Tode kommt. (lhel)