Frankfurt/Main. Albert Speer junior hatte es Schwer mit dem Erbe seines Vaters. Trotzdem machte er sich als Stadtplaner einen Namen. Nun verstarb er.

Der Star-Architekt Albert Speer junior ist tot. Er starb bereits am Freitagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Politikerkreisen in Frankfurt erfuhr. Er wurde 83 Jahre alt.

Mit seinem Büro war er weltweit aktiv. Global versuchte er, seine Philosophie von einer umweltgerechten Stadtplanung umzusetzen. Dazu gehörten für ihn eine Minimierung des Flächenverbrauchs und energieeffizientes Bauen.

Speer junior stellte sich der Familiengeschichte

Speer wurde 1934 in Berlin geboren, machte nach dem Krieg zuerst eine Schreinerlehre und studierte dann in München Architektur. Anfang der 60er Jahre kam er in ein namhaftes Architekturbüro in Frankfurt. Zuerst hatte bild.de von dem Todesfall berichtet.

Dem tiefen Schatten seines gleichnamigen Vaters, dem Chefarchitekten des NS-Diktators Adolf Hitler, konnte er kaum entrinnen. Doch Speer junior stellte sich seiner Familiengeschichte. Zusammen mit zwei weiteren Geschwistern hat er sich etwa an Heinrich Breloers dreiteiligem Doku-Drama über den NS-Großbaumeister beteiligt, den die ARD 2005 ausstrahlte. (dpa)