Raubkopien

Mutmaßlicher Kinox.to-Betreiber nach langer Flucht gefasst

Die Seite kinox.to bietet illegal heruntergeladene Filme.

Die Seite kinox.to bietet illegal heruntergeladene Filme.

Foto: dpa Picture-Alliance / Christoph Hardt/Geisler-Fotopres / picture alliance / Geisler-Fotop

Seit drei Jahren war der Mann auf der Flucht. Im Juni wurde er dann im Kosovo gefasst. Die Auslieferung läuft, sagt der Staatsanwalt.

Dresden.  Nach drei Jahren auf der Flucht ist den Behörden ein mutmaßlicher Betreiber des verbotenen Raubkopien-Portals Kinox.to ins Netz gegangen. Der 24-Jährige sei bereits Anfang Juli in der Kosovo-Hauptstadt Pristina festgenommen worden, teilte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Dienstag mit. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet.

Die Auslieferungsvorbereitungen mit den kosovarischen Behörden liefen, sagte Oberstaatsanwalt Oliver Möller. „Wenn er dann überstellt ist nach Deutschland, dann werden die Ermittlungen hier fortgeführt.“

Vorwurf der Urheberrechtsverletzung und Steuerhinterziehung

Der Festgenommene und sein vier Jahre älterer Bruder sind seit Oktober 2014 auf der Flucht. Damals hatten Spezialeinheiten das Haus ihrer Eltern bei Lübeck durchsucht, in dem die beiden lebten. Sie sollen zusammen mit anderen die Kinox.to-Seite betreiben, von der aus auf raubkopierte Medieninhalte wie Kinofilme auf anderen Servern verlinkt wird.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung auch Steuerhinterziehung vor. (dpa)