Drogenschmuggel

Brieftaube soll Drogen transportieren – mit einem Rucksack

Eine Taube diente Kriminellen in Argentinien als Kurier (Symbolbild).

Eine Taube diente Kriminellen in Argentinien als Kurier (Symbolbild).

Foto: Altan Gocher / imago/ZUMA Press

In Argentinien sind Polizisten findigen Drogenschmugglern auf die Schliche gekommen – mit einem drastischen Ende für den Drogenkurier.

Santa Rosa.  In Argentinien ist eine ungewöhnliche Form des Rauschmittelschmuggels aufgeflogen: Eine Brieftaube sollte Drogen in ein Gefängnis der zentral gelegenen Provinz La Pampa bringen – in einem Rucksack. Allerdings wurde dem Tier der Kurierflug zum Verhängnis. Polizisten der Provinzhauptstadt Santa Rosa erschossen die Taube, wie die Zeitung „Clarín“ berichtete.

Demnach fanden die Ermittler bei dem ungewöhnlichen Drogenkurier mehr als 40 Pillen, mehrere Gramm Marihuana und einen USB-Stick. Ein spanischer Fernsehsender twitterte ein Bild der toten Taube. Der Fall wurde am Freitag bekannt.

Stück Stoff diente als Rucksack

Die Taube trug „ein Stück Stoff als eine Art Rucksack festgebunden“, zitierte „Clarín“ die Gefängnisbehörde SPF. Die Ermittler hätten den Fall seit längerem beobachtet. Die Methode sei auch nicht ganz unbekannt: Bereits 2013 seien argentinische Ermittler einer Drogenbande auf die Spur gekommen, die Tauben für den Drogenhandel trainierte. (dpa)