Bleiche

Korallen am Great Barrier Reef sind gefährdeter als erwartet

Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien. Das weltgrößte Korallenriff lässt sich nach Meinung von Experten nur noch mit einem entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel retten. (Archivbild)

Korallenbleiche am Great Barrier Reef in Australien. Das weltgrößte Korallenriff lässt sich nach Meinung von Experten nur noch mit einem entschlossenen Kampf gegen den Klimawandel retten. (Archivbild)

Foto: Peter Mumby / dpa

Das Great Barrier Reef erlebte 2016 die schlimmste Korallenbleiche in der Geschichte: Rund 29 Prozent der Korallen sind gestorben.

Sydney.  Das Great Barrier Reef ist in einem noch schlechteren Zustand als befürchtet: Wie aus einem Bericht der australischen Regierung hervorgeht, erlebte das größte Korallenriff der Welt 2016 die schlimmste Korallenbleiche in seiner Geschichte.

„Geschätzte 29 Prozent der Korallen in seichtem Wasser im Great Barrier Reef Marine Park sind 2016 an Korallenbleiche gestorben“, sagte ein Sprecher des Parks der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Die Wissenschaftler waren zunächst von einer Sterberate von etwa 22 Prozent ausgegangen.

Bei hohen Temperaturen werden Algen giftig

Korallen sind Nesseltiere, die mit Algen in einer Gemeinschaft zum gegenseitigen Nutzen leben. Bei hohen Temperaturen werden die Algen giftig, die Korallen stoßen sie ab und verlieren ihre Farbe. Als einer der Gründe für die Korallenbleiche werden steigende Wassertemperaturen vermutet.

Wissenschaftler und Regierungsexperten hatten die Bleiche im vergangenen Jahr untersucht. Am schlimmsten sei die Bleiche im nördlichen Teil des Riffs um Port Douglas gewesen, wo geschätzte 70 Prozent der Seichtwasserkorallen abgestorben seien, so der Sprecher. Von der Korallenbleiche seien auch Korallen in größeren Meerestiefen betroffen. Das Great Barrier Reef hat eine Ausdehnung von mehr als 344.000 Quadratkilometern, das ist mehr als die Fläche Italiens. (dpa)