Todesstrafe

US-Bundesstaat richtet zwei Häftlinge an einem Tag hin

Eine sogenannte Todeskammer in einem Gefängnis in Texas. Weil das Haltbarkeitsdatum eines Wirkstoffs abläuft, werden im Bundesstaat Arkansas einige Hinrichtungen vorgezogen.

Eine sogenannte Todeskammer in einem Gefängnis in Texas. Weil das Haltbarkeitsdatum eines Wirkstoffs abläuft, werden im Bundesstaat Arkansas einige Hinrichtungen vorgezogen.

Foto: HANDOUT / REUTERS

Ende April läuft das Haltbarkeitsdatum eines Wirkstoffs aus, der für Exekutionen genutzt wird. Hinrichtungen in den USA häufen sich.

Little Rock.  Im US-Bundesstaat Arkansas ist am Montag der zweite Häftling binnen weniger Tage hingerichtet worden. Jack Jones, im Jahr 1996 wegen Mordes und Vergewaltigung zum Tode verurteilt, sei am Montagabend (Ortszeit) mit der Giftspritze exekutiert worden, teilte die Generalstaatsanwältin des Bundesstaates, Leslie Rutledge, mit.

Die Exekution ist Teil einer geplanten Serie von ursprünglich insgesamt acht Hinrichtungen binnen weniger als zwei Wochen. Hintergrund ist, dass bei den Vorräten des Wirkstoffes Midazolam als Teil des Giftcocktails Ende April das Haltbarkeitsdatum abläuft. Die US-Behörden haben Nachschubprobleme, weil einige Hersteller ihre Mittel nicht für Exekutionen zur Verfügung stellen.

Zwei Hinrichtungen an einem Tag

Höchste Gerichte haben mindestens zwei der geplanten acht Hinrichtungen vorläufig gestoppt. Laut CNN ist am Montagabend mit Marcel Williams ein weiterer Häftling exekutiert worden.

Das ist das erste Mal seit 16 Jahren, dass in einem US-Bundesstaat zwei Menschen an einem Tag hingerichtet worden sind. Am Donnerstag war bereits Ledell Lee (51) in Arkansas mit der Giftspritze getötet worden. (bekö/dpa)