Fluggesellschaft

Airline United ändert Regeln für mitfliegende Crew-Mitglieder

Die US-Fluggesellschaft United zieht Konsequenzen aus dem jüngsten Skandal um einen gewaltsam aus dem Flugzeug gezerrten Passagier.

Die US-Fluggesellschaft United zieht Konsequenzen aus dem jüngsten Skandal um einen gewaltsam aus dem Flugzeug gezerrten Passagier.

Foto: Louis Nastro / REUTERS

Nach dem Skandal um einen aus der Maschine gezerrten Mann zieht United Konsequenzen. Eine neue Regel soll ähnliche Fälle verhindern.

New York/Chicago.  Eine Woche, nachdem die Fluggesellschaft United einen Mann gewaltsam aus einen Flugzeug geworfen hat, ändert die Airline ihre Regeln: Künftig müssen Crew-Mitglieder, die als Passagiere an einen anderen Flughafen gebracht werden sollen, bereits eine Stunde vor Abflug einchecken. Damit werde verhindert, dass Passagiere bereits eingenommene Plätze räumen müssen, sagte eine Sprecherin dem Sender CNN.

Die Airline hatte am vergangenen Sonntag (9.4.) den Flug 3411 von Chicago nach Louisville (Kentucky) überbucht und Passagiere gebeten, die Maschine wieder zu verlassen. Einer der Gründe war, dass eine United-Crew dringend an Bord sollte, weil sie für einen Flug am folgenden Morgen in Louisville eintreffen musste.

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Passagier zog sich Gehirnerschütterung zu

Weil sich aber nicht ausreichend freiwillige Passagiere meldeten, hatte United schließlich einen 69-Jährigen gewaltsam aus der Kabine entfernen lassen. Der Mann hat sich laut seinem Juristen eine Gehirnerschütterung zugezogen. Seine Nase sei gebrochen und er habe zwei Zähne verloren. (dpa)