Verbrechen

Sexualmord in Freiburg: Verdächtiger ist kein Jugendlicher

Beamte der Spurensicherung im Oktober am Tatort in Freiburg.

Beamte der Spurensicherung im Oktober am Tatort in Freiburg.

Foto: Patrick Seeger / dpa

Nach dem Mord an einer Studentin gab der Tatverdächtige sich als 17-Jähriger aus. Ein Altersgutachten kommt zu einem anderen Schluss.

Freiburg.  Im Fall des Sexualmords an einer Studentin in Freiburg wird der tatverdächtige Flüchtling Hussein K. voraussichtlich nach Erwachsenenstrafrecht angeklagt. Das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Altersgutachten lege nahe, dass er zur Tatzeit mindestens 22 Jahre alt war und nicht wie von ihm angegeben 17 Jahre, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Hussein K. wird vorgeworfen, im vergangenen Oktober in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin vergewaltigt und ermordet zu haben. Wäre er zur Tatzeit 17 Jahre alt gewesen, würde Jugendstrafrecht gelten.

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Hussein K. droht Mordprozess

Nach Erwachsenenstrafrecht droht dem Verdächtigen in dem Mordprozess den Angaben zufolge eine lebenslange Freiheitsstrafe. Nach Jugendstrafrecht wären höchstens zehn Jahre Haft möglich.

Hussein K. war nach Angaben deutscher Behörden im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland gekommen. Wegen einer Gewalttat an einer jungen Frau 2013 war er in Griechenland zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, im Oktober 2015 aber vorzeitig gegen Auflagen entlassen worden. Kurze Zeit später tauchte er unter und kam als Flüchtling nach Deutschland. (dpa)