Barefood Deli

So erklärt Til Schweiger sein teures Leitungswasser

Til Schweiger hat Probleme mit seinem Restaurant Barefood Deli.

Til Schweiger hat Probleme mit seinem Restaurant Barefood Deli.

Foto: Michaela Rehle / Reuters

In seinem Hamburger Restaurant kostet ein Wasser 4,20 Euro. Warum es so besonders ist, erklärt Til Schweiger wortreich.

Hamburg.  Sein Restaurant in Hamburg bewirbt Schauspieler Til Schweiger als „einfach natürlich“, als „einfach gut gemacht“, als „einfach bodenständig“. Alles andere als bodenständig scheint jedoch die Preisgestaltung des Wassers zu sein, das Barefood Deli auf seiner Speisekarte anbietet.

Ganze 4,20 Euro müssen Gäste des Restaurants für einen Liter Wasser hinblättern. Das Problem: Bei dem Wasser handelt es sich nicht um ein Luxus-Wasser – sondern Leitungswasser, wie die Hamburger Morgenpost berichtet.

Schweiger rechtfertigt Preis

In einem vom Magazin „stern“ veröffentlichten Brief von Til Schweiger äußert sich der Schauspieler jetzt zu den Vorwürfen. Darin geht Schweiger mit der Tageszeitung hart ins Gericht. Zunächst wirft Schweiger dem Blatt schlechte Recherche vor, sagt, es habe bei der Setzung seiner Prioritäten übertrieben.

„In jeder Gastronomie ist Wasser die Haupteinnahmequelle“, schreibt er weiter. Den Preis des Wassers rechtfertigt Schweiger mit den Anstrengungen, die Barefood Deli unternehme, um die Qualität des Leitungswasser zu verbessern. So werde das Wasser in einer speziellen Aufbereitungsanlage gefiltert, in Flaschen abgefüllt und teilweise mit „Kräutern oder natürlichen Geschmacksstoffen“ verfeinert.

„Top-Produkt unserer Stadt“

Das kostet Schweiger zufolge Geld und er verweist auf den Deckungsbeitrag, also die Summe, die notwendig sei, um die Kosten für das Wasser zu decken. Bei anderen vergleichbaren Restaurants in der Hansestadt liege dieser bei „vier und sieben Euro pro Flasche“ – bei ihm jedoch „am untersten Ende dessen, was in der Hamburger Gastronomie Standard ist“.

Und dafür bekomme der Gast schließlich auch ein „Top-Produkt unserer Stadt, auf das ganz Hamburg stolz sein kann!“ (bekö)