Ermittlungen

Germanwings-Copilot Lubitz trägt Alleinschuld an Absturz

Die Germanwings-Maschine zerschellte in den französischen Alpen. Angehörige haben eine Gedenkstätte für die 150 Opfer errichtet.

Die Germanwings-Maschine zerschellte in den französischen Alpen. Angehörige haben eine Gedenkstätte für die 150 Opfer errichtet.

Foto: imago stock&people / imago/Peter Seyfferth

Beim Absturz der Germanwings-Maschine gibt es den Ermittlern zufolge kein Fremdverschulden anderer. Nur Andreas Lubitz sei Schuld.

Düsseldorf.  Die Ermittlungen deutscher Behörden nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich sind eingestellt. Demnach trägt der Copilot der Maschine, Andreas Lubitz, die Alleinschuld an dem Unglück im März 2015.

„Die Ermittlungen haben keinen Anlass gegeben, strafrechtlich gegen eine lebende Person zu ermitteln“, sagte Staatsanwalt Christoph Kumpa am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Keiner der behandelnden Ärzte habe in den Monaten vor dem Absturz Anhaltspunkte für eine Suizidgefahr bei Lubitz festgestellt.

Germanwings-Maschine wurde in Bergwand gesteuert

Auch die Lufthansa, Germanwings, das Luftfahrtbundesamt oder die Angehörigen hätten davon keine Kenntnis gehabt. Es gebe einen entsprechenden Abschlussvermerk. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte am Montag berichtet, dass die Ermittlungen unmittelbar vor dem Abschluss stehen und eingestellt werden.

Das Germanwings-Flugzeug von Barcelona nach Düsseldorf war am 24. März 2015 von dem schwer depressiven Co-Piloten Andreas Lubitz in den französischen Alpen absichtlich in eine Bergwand gesteuert worden. Alle 150 Menschen an Bord starben. In Frankreich laufen dem Zeitungsbericht zufolge noch Ermittlungen. (dpa/rtr)