Urteil

Drogeriekette dm darf Alnatura-Vertrieb nicht bestimmen

Alnatura fühlt sich nicht mehr an einen Vertrag aus dem Jahr 1980 gebunden.

Alnatura fühlt sich nicht mehr an einen Vertrag aus dem Jahr 1980 gebunden.

Foto: Daniel Reinhardt

Schlappe für dm vor Gericht: Das Unternehmen hat kein Mitspracherecht in Sachen Alnatura mehr. Zudem muss dm eine hohe Summe nachzahlen.

Darmstadt.  Im Vertriebsstreit zwischen den Handelsunternehmen dm und Alnatura hat das Darmstädter Landgericht am Freitag die Klage der Drogeriekette abgewiesen. Sie darf weiterhin keinen Einfluss nehmen bei der Frage, über welche Handelspartner Alnatura seine Bio-Produkte vertreibt.

Außerdem muss dm nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil 2,345 Millionen Euro samt Zinsen an Alnatura für einseitig gekürzte Rechnungen nachzahlen, entschied der Vorsitzende Richter Werner Schäfer.

In dem Zivilprozess war es um einen Kooperationsvertrag aus den 1980er Jahren gegangen, an den Alnatura sich nicht mehr gebunden fühlt. Die Drogeriekette dm hat zuletzt zahlreiche Alnatura-Produkte aus dem Angebot genommen und eine eigene Bio-Linie eingeführt. Andererseits wollte man dem früheren Partner untersagen, sich neue Partner wie Edeka oder Müller zu suchen. (dpa)