Extremismus

Mutmaßlicher Dresdner Bombenleger war wohl „Pegida“-Redner

Einer der Sprengsätze hatte am Abend des 26. September den Eingang der Dresdner Fatih-Camii-Moschee demoliert. Ein zweiter Sprengsatz detonierte vor dem internationalen Kongressgebäude.

Einer der Sprengsätze hatte am Abend des 26. September den Eingang der Dresdner Fatih-Camii-Moschee demoliert. Ein zweiter Sprengsatz detonierte vor dem internationalen Kongressgebäude.

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Ende September waren in Dresden zwei Sprengsätze explodiert. Nun wurde der mutmaßliche Täter gefasst. Er soll „Pegida“-Aktivist sein.

Dresden.  Der Bombenleger von Dresden ist offenbar gefasst worden. Der 29-jährige mutmaßliche Täter wurde am Donnerstagabend von einer Spezialeinheit der sächsischen Polizei verhaftet, wie die Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Freitag mitteilte. Er soll am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung (Bezahlangebot) darüber berichtet.

Der in Dresden lebende Mann soll für zwei selbstgebaute Sprengsätze verantwortlich sein, die am Abend des 26. September vor der Dresdner Fatih Camii Moschee und auf der Freiterrasse des Internationalen Congress Centers detonierten. Dabei entstand Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt.

Mutmaßlicher Täter soll „Pegida“-Redner gewesen sein

Bei der Festnahme des Verdächtigen konnten laut Staatsanwaltschaft diverse Gegenstände gesichert werden, die zur Herstellung von Spreng- und Brandvorrichtungen genutzt werden können. Zudem stimmten an verschiedenen Tatmitteln gesicherte DNA-Spuren mit der DNA des Mannes überein, hieß es.

Laut „Bild“-Zeitung soll der festgenommene Nino K. Redner bei der fremdenfeindlichen „Pegida“-Bewegung sein. So soll er im Sommer 2015 auf einer „Pegida“-Veranstaltung unter anderem gegen „kriminelle Ausländer“ und „faule Afrikaner“ gehetzt haben. Die Generalstaatsanwaltschaft wollte den Bericht zunächst nicht bestätigen.

Video zeigte den mutmaßlichen Täter

Die beiden Bombenanschläge eine Woche vor den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Dresden hatten bundesweit für Empörung und Verunsicherung gesorgt. Die Polizei ging zahlreichen Hinweisen nach und wertete unter anderem ein Video aus, das den mutmaßlichen Täter zeigt. (epd)