Polizeieinsatz

Rohrbomben-Material in Schleuserauto in Bayern gefunden

Grenzkontrollen am österreichisch-deutschen Autobahn-Grenzübergang Kiefersfelden (Archivbild).

Grenzkontrollen am österreichisch-deutschen Autobahn-Grenzübergang Kiefersfelden (Archivbild).

Foto: Peter Kneffel / dpa

An der Grenze zu Österreich wurden in einem Wagen Waffen, Drogen und Sprengstoff gefunden. Auch drei blinde Passagiere waren im Auto.

Kiefersfelden/Rosenheim.  In einem Schleuserfahrzeug haben Polizeibehörden neben Waffen und Betäubungsmittel Material für den Bau von Rohrbomben entdeckt. Das teilte die Bundespolizei in Rosenheim mit.

Am Grenzübergang zwischen Bayern und Österreich auf der Höhe Kiefersfelden durchsuchte die Polizei demnach in einer Routineaktion am späten Donnerstagabend einen Wagen, in dem sich neben drei illegal einreisenden Männern aus Guinea und von der Elfenbeinküste auch eine Sprengstoffvorrichtung befand. Bei dem explosiven Material soll es sich um drei Rohre, wahrscheinlich Schwarzpulver und mögliche Zündvorrichtungen handeln. Die Männer sind LKA-Angaben zufolge 20, 29 und 37 Jahre alt. Weshalb sie in dem Wagen unterwegs waren und ob sie mit der Fracht des Wagens zu tun haben, ist noch unklar.

Autobahn für mehrere Stunden gesperrt

Bei den mitgeführten Waffen soll es sich um Hieb- und Stoßwaffen handeln. Die Behörden leiteten nach dem Fund einen Entschärfungseinsatz ein. Autofahrer auf der A93 wurden für mehrere Stunden umgeleitet.

Der 39-jährige Fahrer des Wagens stammt aus Polen und wurde festgenommen. Das Bayerische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Traunstein haben die Ermittlungen im Fall der Rohrbomben aufgenommen. Die Bundespolizei ermittelt derweil gegen den Fahrer des Wagens und die drei blinden Passagiere. (dpa/aba)