Magnetschwebebahn

Bund versteigert Transrapid-Zug von deutscher Teststrecke

Die Magnetschwebebahn Transrapid wurde im emsländischen Lathen getestet. Um die Abriss-Kosten der Versuchsstrecke gibt es Streit.

Die Magnetschwebebahn Transrapid wurde im emsländischen Lathen getestet. Um die Abriss-Kosten der Versuchsstrecke gibt es Streit.

Foto: Carmen Jaspersen / dpa

Gegen Höchstgebot wird am 25. Oktober ein Transrapid-Zug von der Teststrecke im Emsland verkauft. Die Bahn besteht aus drei Teilen.

Frankfurt.  Der Bund versteigert eine Magnetschwebebahn: Am 25. Oktober soll ein Transrapid-Zug gegen Höchstgebot verkauft werden, der bis 2011 auf der Teststrecke im emsländischen Lathen fuhr. Ein Mindestgebot oder ein Schätzwert ist in der Ausschreibung des Verwertungsunternehmens des Bundes (Vebeg) im Internet nicht angegeben.

Die Magnetschwebebahn, die nun versteigert wird, besteht aus drei Teilen. Der Zug hat eine Maximalgeschwindigkeit von 500 Stundenkilometern und bietet Sitzplätze für 156 Personen. Während die Magnetschwebetechnik in Deutschland nie kommerziell genutzt wurde, fährt der Transrapid im chinesischen Shanghai seit 2004 im Regelbetrieb.

Streit um Abriss-Kosten der Transrapid-Versuchsstrecke

Vor zehn Jahren waren bei einem Unfall auf der Transrapid-Versuchsstrecke im Emsland 23 Menschen ums Leben gekommen, Grund war menschliches Versagen. Fünf Jahre später wurde der Testbetrieb dort endgültig beendet. Seitdem gibt es unter anderem Streit um die Abriss-Kosten der Versuchsstrecke.

Bei einer nicht öffentlichen Gedenkveranstaltung für die Hinterbliebenen der Opfer wird am 22. September an das Unglück vor zehn Jahren erinnert. (dpa)