Mordprozess

Gericht verurteilt Serienmörder aus Los Angeles zum Tode

Die Mordserie ereignete sich zwischen den Jahren 1985 bis 2007 – nun wurde der Mörder zur Todesstrafe verurteilt.

Die Mordserie ereignete sich zwischen den Jahren 1985 bis 2007 – nun wurde der Mörder zur Todesstrafe verurteilt.

Foto: imago stock&people / imago/UPI Photo

Zehn Menschen soll er ermordet haben, nun verhängte ein US-Gericht die Todesstrafe für einen 63-jährigen Serienmörder aus Los Angeles.

Los Angeles.  Ein Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Todesstrafe für einen Serienmörder verhängt, der als „Grim Sleeper“ bekannt ist. Die Richterin Kathleen Kennedy folgte mit ihrem Urteil am Mittwoch der Empfehlung von Geschworenen, die sich Anfang Juni für die Hinrichtung des Mannes ausgesprochen hatten. Im Mai war der 63-Jährige wegen der Ermordung von neun Frauen und eines 15-jährigen Mädchens schuldig gesprochen worden.

Die Richterin wandte sich bei der Verkündung des Strafmaßes an den Täter. Er habe „monströse Morde“ begangen, sagte Kennedy. Auch Verwandte der Opfer ergriffen das Wort und sprachen über ihren schmerzlichen Verlust.

Viele Opfer waren Prostituierte

Die Mordserie ereignete sich im Südteil von Los Angeles zwischen den Jahren 1985 und 2007. Die Ermittler glauben, dass der frühere Müllmann möglicherweise 25 Morde auf dem Gewissen hat. Er war 2010 nach der Auswertung von DNA-Spuren festgenommen worden.

Viele der Mordopfer waren schwarze Prostituierte. Die meisten wurden am Straßenrand oder neben Mülltonnen erschossen gefunden. Wegen einer jahrelangen Pause in der Mordserie erhielt der Mann den Spitznamen „Grim Sleeper“, in Anlehnung an den englischen Begriff „Grim Reaper“ für den Sensenmann als Sinnbild des Todes. (dpa)