Leichenfund

Mordfall Peggy: Wann kommen die Ermittlungen voran?

Ein Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy auf dem Friedhof in Nordhalben (Bayern). Im Juli war nach 15 Jahren ihr Leiche gefunden worden.

Ein Gedenkstein mit dem Porträt des Mädchens Peggy auf dem Friedhof in Nordhalben (Bayern). Im Juli war nach 15 Jahren ihr Leiche gefunden worden.

Foto: David Ebener / dpa

Es schien eine Wende gewesen zu sein. Doch der Fund der Leiche von Peggy hat die Ermittler noch nicht auf die Spur des Täters gebracht.

Lichtenberg.  Im mysteriösen Fall Peggy haben die Ermittler seit dem Knochenfund vor gut einem Monat rund 200 Hinweise erhalten. Eine heiße Spur sei aber bislang nicht darunter, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Herbert Potzel. Erkenntnisse vom Fundort der Skelettteile würden auch mit früheren Ermittlungen abgeglichen.

Peggys Verschwinden ist einer der größten ungelösten Kriminalfälle in Bayern. Die neunjährige Schülerin aus Lichtenberg (Landkreis Hof) war am 7. Mai 2001 nicht von der Schule nach Hause gekommen. Wochenlange Suchaktionen blieben erfolglos. Erst Anfang Juli 2016 – also mehr als 15 Jahre später – fand ein Pilzsammler in einem Wald im Grenzgebiet zwischen Thüringen und Oberfranken Knochen von Peggy.

Das Skelett des Kindes ist nach Angaben der Polizei unvollständig. Zudem fehlen Kleidungsstücke des Mädchens und der Schulranzen. Die Sonderkommission mit rund 30 Mitarbeitern sei nicht verkleinert worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Staatsanwaltschaft hat die gefundenen Skelettteile noch nicht freigegeben. „Wann es soweit sein wird, ist auch noch nicht absehbar“, sagte Potzel. (dpa)