Flugunglück

Stimmrekorder der abgestürzten Egyptair deutet auf Feuer hin

Der Airbus A320 der Egyptair mit der Registrierung SU-GCC bei der Landung auf dem Flughafen Brüssel Zaventem im Januar 2015: Diese Maschine verschwand am 19. Mai auf einem Flug von Paris nach Kairo vom Radarschirm.

Der Airbus A320 der Egyptair mit der Registrierung SU-GCC bei der Landung auf dem Flughafen Brüssel Zaventem im Januar 2015: Diese Maschine verschwand am 19. Mai auf einem Flug von Paris nach Kairo vom Radarschirm.

Foto: Tommy Desmet / dpa

Kurz vor dem Absturz über dem Mittelmeer hat es offenbar an Bord der Egyptair-Maschine gebrannt. Das hat nun der Stimmrekorder gezeigt.

Kairo.  Die Auswertung des Stimmrekorders der im Mittelmeer abgestürzten Egyptair-Maschine deutet auf einen Brand an Bord hin. Kurz vor dem Absturz habe jemand über ein „Feuer“ gesprochen, teilte das ägyptische Ministerium für zivile Luftfahrt am Samstag mit. „Es ist aber noch zu früh zu sagen, warum es einen Brand gegeben hat und wo dieser an Bord war“, hieß es weiter. Die Flugschreiber müssten weiter untersucht werden.

Damit scheinen sich bisherige Erkenntnisse der Untersuchungskommision zu bestätigen. Erste Auswertungen hatten ergeben, dass sich in einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausgebreitet hatte. Auch die Untersuchung von Wrackteilen deutete darauf hin, dass der vordere Teil des Flugzeugs großer Hitze und dichtem Rauch ausgesetzt waren.

Der Airbus A320 war am 19. Mai mit 66 Menschen an Bord auf dem Weg von Paris nach Kairo über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Die Ursache des Unglücks ist bislang noch unklar. Die Piloten hatten keinen Notruf abgesetzt. (dpa)