Misshandlungen

Höxter: Polizei kontrollierte Tatverdächtige und Opfer

Streifenwagen in Höxter (Archivbild)

Streifenwagen in Höxter (Archivbild)

Foto: Marcel Kusch / dpa

Zweimal hatte die Polizei Kontakt mit Opfern und mutmaßlichen Tätern im Fall der Misshandlungen. Hinweise soll es keine gegeben haben.

Höxter.  Im Fall der tödlichen Misshandlungen zweier Frauen in Höxter hat die Polizei bereits 2014 zweimal Kontakt zu dem unter Tatverdacht stehenden Paar gehabt. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld mit. Am 6. Juni 2014 riefen Zeugen die Polizei, als sich das Paar auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Höxter mit der später getöteten Anika W. gestritten hatte. Die Beamten schlichteten, es soll keine Hinweise auf eine Straftat gegeben haben.

Eine Woche vor dem Tod von Anika W. alarmierten Zeugen erneut die Polizei. Sie hatten am 26. Juli 2014 eine eingeschüchterte und im Gesicht verletzte Frau auf dem Rücksitz eines Autos entdeckt. Bei der Kontrolle auf dem Gelände einer Tankstelle in Bad Salzuflen hätten die Beamten ebenfalls keine Hinweise auf eine Straftat entdeckt.

Befragte Beamte konnten sich nicht erinnern

Die dazu vernommenen Beamten konnten sich nicht mehr an Details erinnern, heißt es in einer Pressemitteilung. Nun soll die Beschuldigte Angelika W. (47) zu diesem Vorfall vernommen werden.

Der 46-jährige Verdächtige Wilfried W. und seine 47-jährige Ex-Frau hatten jahrelang Frauen per Kontaktanzeige nach Höxter gelockt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von acht Opfern aus, zwei Frauen aus Niedersachsen kamen ums Leben. (dpa)