Altersreport

Studie: Menschen zwischen 40 und 85 aktiver und zufriedener

Menschen, die die Lebensmitte überschritten haben, sind laut einer Studie in Deutschland mit ihrem Leben weitgehend zufrieden.

Menschen, die die Lebensmitte überschritten haben, sind laut einer Studie in Deutschland mit ihrem Leben weitgehend zufrieden.

Foto: P4444/_Uwe Umstätter / Westend61 / obs

Ab der Lebensmitte aufwärts werden die Deutschen laut einer Studie immer zufriedener. Unterschiede gibt es zwischen Ost und West.

Berlin.  Aktiver, engagierter, zufriedener, zuversichtlicher: Menschen mittleren bis höheren Alters empfinden ihr Leben in Deutschland nach einer Langzeitstudie positiver denn je. Das geht aus dem alle drei Jahre erscheinenden Report „Deutscher Alterssurvey“ mit einer Vielzahl 2014 erhobener repräsentativer Daten hervor, den Familienministerin Manuela Schwesig am Dienstag in Berlin vorstellte.

„Die zweite Lebenshälfte ist vielfältig, und das Bild vom Alter wandelt sich zum Positiven“, sagte die SPD-Politikerin. Es gebe aber „erhebliche Ungleichheiten, die wir beseitigen müssen, zum Beispiel bei den Einkommen in Ost und West sowie zwischen Männern und Frauen“.

Viele Menschen arbeiten zusätzlich zur Rente weiter

Nach Erkenntnissen der Langzeitstudie hat der Erwerbstätigen-Anteil im Alter von 54 bis 65 Jahren seit 1996 deutlich zugenommen. Auch im Ruhestand gehen immer mehr Menschen einer Arbeit nach. Der nahtlose Übergang in die Altersrente gelingt jedoch immer weniger Älteren.

Gut zwei Drittel der Menschen in der zweiten Lebenshälfte fühlen sich dem Report zufolge körperlich kaum eingeschränkt. Die 40- bis 85-Jährigen treiben aber auch häufiger Sport als noch 1996 – besonders deutlich zeigt sich dieser Trend bei den über 60-Jährigen.

Für den „Alterssurvey“ wurden in den Jahren 1996, 2002, 2008 und 2014 laut Ministerium fast 20.000 Bürger befragt. Laut Clemens Tesch-Römer, Leiter des für die Studie zuständigen Deutschen Zentrums für Altersfragen (DZA), gibt es bei der Lebenssituation von Frauen und Männern weiterhin deutliche Unterschiede. „Auch die Bildungsungleichheit zieht sich bis ins hohe Alter.“ (dpa)