Nudelkult

Erste amtliche Trauung in der „Spaghettimonster-Kirche“

So sehen Eheleute aus: Marianna Young (l.) und Toby Ricketts gaben sich im Piratenkostüm das Ja-Wort der ganz speziellen Art.

So sehen Eheleute aus: Marianna Young (l.) und Toby Ricketts gaben sich im Piratenkostüm das Ja-Wort der ganz speziellen Art.

Foto: Toby Ricketts / dpa

Die „Spaghettimonster-Kirche“ hat ihre erste Trauung vollzogen. Das Traupaar gab sich dabei ganz besondere Versprechen für die Ehe.

Wellington.  Mit viel Witz, Wein und Bier hat die „Kirche des Fliegenden Spaghetti-Monsters“ in Neuseeland erstmals eine amtlich gültige Trauung vollzogen. Marianna Young und Toby Ricketts gaben sich bei strahlendem Sonnenschein auf einem kleinen Schiff in Araroa bei Christchurch am Samstag das Ja-Wort.

Neuseeland ist das erste Land, das der als Kirchenparodie gegründeten Bewegung die Erlaubnis zur Ausstellung rechtsgültiger Heiratsurkunden erteilt hatte. Die Spaghettimonster-Kirche legt viel Wert auf Nudeln und Piraten.

„Keine abfälligen Bemerkungen über die Pasta“

„Ich gelobe, stets das Salzwasser erst zum Kochen zu bringen, bevor ich die Pasta hineintue“, sagte Ricketts in voller Piratenmontur in seinem Eheversprechen. „Ich gelobe, keine abfälligen Bemerkungen über deine Pastakochkünste zu machen“, sagte die Braut. Sie trug ein weißes Kleid mit viel Spitze und bekam zur Krönung ein Nudelsieb voller Spaghetti auf den Kopf gesetzt.

„Will er diese kratzbürstige Maid als rechtmäßig angetrauten besten Kumpel nehmen?“, fragte die Chefin des neuseeländischen Ablegers der Bewegung, „Ministroni“ Karen Martyn, den Bräutigam. Und: „Will sie diesen launischen Lump als rechtmäßig angetrauten Kumpel nehmen?“ Mit ihrem „Ja“ besiegelten Braut und Bräutigam die Ehe. Mit dem Piratenschlachtruf „ARRRR!“ prosteten zahlreiche Gäste im Piratenkostüm den Jungvermählten zu. (dpa)