Polizeieinsatz

Zeugen geben Hinweis nach Verschwinden von Essener Schülerin

Die Polizei sucht in Essen mit Einsatzhundertschaften, Hunden und einem Hubschrauber nach dem vermissten Mädchen.

Die Polizei sucht in Essen mit Einsatzhundertschaften, Hunden und einem Hubschrauber nach dem vermissten Mädchen.

Foto: Stephan Witte / dpa

Der Vermisstenfall um eine Schülerin aus Essen gibt weiter Rätsel auf. Zeugen wollen nun jedoch eine vermummte Flüchtige gesehen haben.

Essen.  Die 15-jährige Aylin aus Essen bleibt weiter spurlos verschwunden. Doch drei Zeugen haben mittlerweile angegeben, am Elternhaus der Schülerin eine vermummte Frau gesehen zu haben. Ob diese Frau jedoch im direkten Zusammenhang mit dem Vermisstenfall steht, ist unklar.

Fest steht allerdings, dass die Frau von drei Zeugen etwa in dem Zeitraum beobachtet wurde, als Aylins Mutter und ein Nachbar im Keller auf einen bewaffneten Unbekannten trafen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei der unbekannten Person um diese vermummte Frau handelte.

Zahlreiche Hinweise, aber keine Spur

Aus der Bevölkerung gingen inzwischen an die Hundert Hinweise ein. Eine entscheidende Spur gebe es aber laut Polizei noch nicht. Aylin war am Mittwochnachmittag nach einem Spaziergang mit dem Hund der Familie spurlos verschwunden. Die Mutter fand den Hund bei ihrer Heimkehr im Keller, wo sie verdächtige Geräusche hörte. Sie rief daraufhin einen Nachbarn zur Hilfe, der sich kurze Zeit später eine Auseinandersetzung mit der unbekannten Person lieferte. Der oder die Unbekannte konnte fliehen, der Nachbar wurde leicht verletzt.

Beamte einer Einsatzhundertschaft durchkämmten am Freitag Gebiete in der weiteren Umgebung von Aylins Zuhause. Beim Absuchen eines Uferabschnitts der Ruhr half ein Boot der Feuerwehr. Erneut sollte ein Hubschrauber zum Einsatz kommen. Ermittelt werde nach wie vor in alle Richtungen, betonte der Polizeisprecher. Vermutet wird aber ein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der 15-Jährigen und dem Einbruch. „Alles andere wäre ein sehr, sehr, sehr großer Zufall.“

Mitschüler werden professionell betreut

An Aylins Schule können sich Schüler inzwischen an eine Psychologin und zwei Seelsorger wenden. „Wir haben festgelegt, dass Ruhe das Gebot der Stunde ist. Der Unterricht läuft nach Plan ab“, sagte die Schulleiterin des Mariengymnasiums, Christiane Schmidt. Das Mädchen besucht dort die neunte Klasse. Die Stimmung beschrieb Schmidt als „geschockt, aber gefasst“. (dpa)