Sexualstraftäter

JVA Aachen zeigt nach Flucht von Vergewaltiger die Wärter an

Das Hauptgebäude der Justizvollzugsanstalt in Aachen (Nordrhein-Westfalen). Der entflohene Vergewaltiger war hier zur Sicherungsverwahrung untergebracht.

Das Hauptgebäude der Justizvollzugsanstalt in Aachen (Nordrhein-Westfalen). Der entflohene Vergewaltiger war hier zur Sicherungsverwahrung untergebracht.

Foto: Marius Becker / dpa

Die Polizei sucht weiter nach einem entflohenen Sexualstraftäter. Das Gefängnis, in dem der Mann untergebracht war, erstattete Anzeige.

Aachen.  Nach der Flucht eines verurteilten Vergewaltigers hat die JVA Aachen nach Angaben des NRW-Justizministeriums Strafanzeige gegen zwei Justizvollzugsbeamte gestellt. Es gehe darum zu prüfen, ob ihr Verhalten möglicherweise den Straftatbestand der Gefangenenbefreiung erfülle, sagte ein Sprecher.

Der 58-jährige verurteilte Vergewaltiger Peter Breidenbach war am Mittwoch während eines Ausgangs in einem Kölner Brauhaus zwei Aufsichtsbeamten entkommen. Dies soll bei einem Toilettengang geschehen sein, als sich auch der begleitende Justizvollzugsbeamte erleichterte und deshalb mit dem Rücken zur Kabinentür gestanden haben soll.

Ausflüge aus Sicherungsverwahrung gesetzlich vorgeschrieben

Der 58-Jährige sitzt eigentlich in Sicherungsverwahrung in der JVA Aachen, weil er als gefährlich eingeschätzt wird. Ausflüge aus der Sicherungsverwahrung sind gesetzlich vorgeschrieben. Bisher hatte sich der Flüchtige dabei nach Angaben der Justizvollzugsanstalt Aachen vorbildlich benommen.

Nach einem Tipp von einem Jogger hatte die Polizei am Freitag einen Park in Bonn durchkämmt. „Er sagte, er habe einen Mann gesehen, auf den die Beschreibung passt“, sagte eine Sprecherin der Polizei. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Die Suche verlief zunächst erfolglos. (dpa)