Nordsee

Verschollenes deutsches U-Boot nach 100 Jahren identifiziert

Deutsche U-Boote im Hafen von Kiel im Jahr 1914. Zunächst kaum beachtet wurden die U-Boot-Fahrer im Ersten Weltkrieg durch militärische Erfolge bald zu Helden. Die später versenkte U-31 ist nun nach mehr als 100 Jahren entdeckt worden.

Deutsche U-Boote im Hafen von Kiel im Jahr 1914. Zunächst kaum beachtet wurden die U-Boot-Fahrer im Ersten Weltkrieg durch militärische Erfolge bald zu Helden. Die später versenkte U-31 ist nun nach mehr als 100 Jahren entdeckt worden.

Foto: Library of Congress

Vor drei Jahren wurde ein Wrack gefunden, nun ist klar: Es ist ein seit 1915 verschollenes U-Boot aus Deutschland.

London.  Ein vor mehr als drei Jahren vor der britischen Küste entdecktes U-Boot-Wrack stammt Experten zufolge aus Deutschland. Es handelt sich um ein 1915 während des Ersten Weltkriegs verschollenes U-Boot namens „U-31“ aus dem Bestand der kaiserlichen Marine, wie das Unternehmen ScottishPower Renewables mitteilte.

Der Windparkbetreiber hatte das Wrack im September 2012 etwa 30 Meter unter der Meeresoberfläche in der Nordsee geortet, etwa 90 Kilometer vor der Ostküste Englands. Identifiziert wurde das U-Boot mithilfe von niederländischen Marinetauchern, die im trüben Wasser Bilder des 57 Meter langen Wracks angefertigt hatten. Davon gibt es ein Video:

Wahrscheinlich durch eine Mine zerstört

Der Mitteilung zufolge war das U-Boot am 13. Januar 1915 zu einer Patrouillenfahrt ausgelaufen und nicht mehr zurückgekehrt. Laut dem Unterwasser-Archäologen Mark Dunkley ist davon auszugehen, dass „U-31“ durch eine Mine zerstört wurde und mitsamt der 35-köpfigen Besatzung auf den Meeresboden sank.

Das Wrack wird in den englischen Hoheitsgewässern seine letzte Ruhestätte finden, kündigte die Windparkfirma an. Allerdings sollen noch mögliche Angehörige der deutschen Bordbesatzung kontaktiert werden. (dpa)