Blitzeis

Nach 24 Stunden noch nicht am Ziel: Die Odyssee von IC2203

Blitzeis sorgte in der Nacht zum Montag dafür, dass zwei IC-Züge der Deutschen Bahn liegenblieben.

Blitzeis sorgte in der Nacht zum Montag dafür, dass zwei IC-Züge der Deutschen Bahn liegenblieben.

Foto: imago stock&people

Wegen Blitzeis mussten Passagiere des IC2203 die Nacht im Zug verbringen. Als es weiter ging, war die Irrfahrt noch nicht zu Ende.

Norden.  Mehr als 24 Stunden im Zug, weil Blitzeis einen IC im ostfriesischen Norddeich gestoppt hat und es auch danach nicht pannenfrei weiter ging: So erging es Hunderten Bahnpassagieren. Wie ein Bahnsprecher am Morgen sagte, musste eine mittlere dreistellige Zahl an Fahrgästen die Nacht im beheizten Zug verbringen oder wechselte in die nahe gelegene Halle einer Fährgesellschaft. Sie wurden von Helfern der Bahn und des Roten Kreuzes mit Getränken und Mahlzeiten versorgt.

Oberleitung befreit, Weiche klemmt

Am Morgen war zunächst unklar, wann genau der IC seine Fahrt Richtung Köln fortsetzen könnte. Spezielle Lokomotiven begannen gegen 5.00 Uhr damit, die Oberleitungen vom Eis zu befreien. „Wir gehen davon aus, dass wir bis zum späten Vormittag mit den Enteisungsfahrten fertig sind“, sagte der Bahnsprecher. Die erste Hoffnung trog aber: Als der bereits rund 22 Stunden verspätete Zug seine Fahrt tatsächlich fortsetzte, war schnell Schluss. In Emden ging es wegen einer defekten Weiche nicht weiter.

Dann war dieses Problem gemeistert. Der IC fuhr weiter Richtung Nordrhein-Westfalen und war um kurz vor 13 Uhr bei Rheine, wie die Bahn erklärte. Gestartet war IC2203 am Sonntag um 11.36 Uhr, die planmäßige Ankunft in Köln wäre am Sonntag um 16.13 Uhr gewesen.

Passagiere laufen zum Bahnhof

Für die Passagiere des Intercity in umgekehrter Richtung von Köln nach Emden hatte das Blitzeis weniger drastische Auswirkungen. Der Zug war am späten Sonntagabend vermutlich wegen derselben vereisten Weiche etwa einen Kilometer vor dem Bahnhof Emden liegen geblieben. Die Passagiere legten die letzte Strecke zu Fuß zurück.

(dpa)